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Plattfuß
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

30.07.2020, 19:51

Mecklenbörder hat geschrieben:
Plattfuß hat geschrieben:Der Markt wird sich auch hier irgendwann wieder selbst regulieren, über Angebot und Nachfrage, es sei denn es bildet sich ein Kartell.
Der Markt wird sich selbst regulieren? Angebot und Nachfrage?
Der ist echt gut, muss ich mir merken...
Bei so einem Freizeitprodukt denke ich das, ja. Es sei denn die Leute sind bereit bei weniger Spielen weiter fett reinzubuttern. Das wäre dann die Nachfrage... Wo sparen denn die Leute zuerst, wenn es ans Eingemachte geht?

Ich persönlich nutze solche Angebot generell nicht, da ich ohne sowas leben kann. Kein Netflix, kein Prime, keinerlei sonstigen Abos...


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bluesky
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

30.07.2020, 20:50

Ich kenne Leute, die sämtliche dieser Abos abgeschlossen haben. Frag mich, wie die das schaffen, auch nur einen Bruchteil davon zu nutzen. Ich habe schon zu tun, zweimal die Woche Varion und dem Walulis seine Videos gesehen zu bekommen.


 
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Schnatterinchen
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

30.07.2020, 22:04

Arpi hat geschrieben:
Frag mich auch wozu ein Sky-Abo wenn Dein Verein eh nicht dabei ist (vom DfB-Pokal mal abgesehen)
Tja, vor zwei Jahren waren wir gerade in die „SKY-Abo-Liga“ aufgestiegen .


"Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
 
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Andy-FCM
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

07.03.2021, 17:15

Wo soll ich das hinpacken? Es geht um alles was schlecht ist im Fußball.
https://www.youtube.com/watch?v=ypdBkytkA6E

und das noch   https://www.youtube.com/watch?v=gEbx_0dBjbM


Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.
- Jean Paul Sartre
 
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Toralf
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 07:35

https://www.kicker.de/zwoelf-topklubs-b ... 98/artikel

Da ist sie wohl, die lang prophezeite Super League. Die Vereine begründen das mit der finanziellen Instabilität. Vielleicht sollte man keine 50Mio pro Spieler zahlen, dann könnte man eventuell auch finanziell gut über die Runden kommen. Ich hoffe die UEFA macht ihre Drohungen wahr, aber dafür ist die Attraktivität der Wettbewerbe wohl zu sehr abhängig von der Teilnahme dieser Mannschaften.

Vielleicht ist das aber auch bloß ein Verhandlungsinstrument, damit man mehr Gelder und sichere Startplätze in der CL erpressen kann. Dort steht ja auch eine Reform an.


"Magdeburg ist unter dem neuen Trainer keine Kirmes-Truppe" - Maximilian Rossmann
 
Nový
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 07:55

Toralf hat geschrieben:
Da ist sie wohl, die lang prophezeite Super League. 
;!
Aber warum müssen die Vereine weiter in ihren drögen nationalen Ligen weiterspielen?


 
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Jonny
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 07:55

Die daran beteiligten Vereine machen sich komplett lächerlich, allein mit der Tatsache, das sie ihre Unterschrift unter so ein Projektpapier setzen. Egal ob als Druckmittel für die geplante CL-Reform oder als echt geplantes Projekt - Diese Vereine werden in Masse ihre nationalen, vor Ort ansässigen Fans verlieren. Das System "Super-League" wird nicht greifen. Jeder Verband hat angekündigt, die Vereine für jegliche andere Turniere sperren zu wollen, die UEFA überlegt den Spielern den Zugang zu den Nationalmannschaften zu verweigern, sollten sie einen Vertrag bei den dort spielenden Vereinen unterschreiben.
Die Umfragen innerhalb dieser Clubs zeigen doch deutlich, dass die bisherigen Fans zum Großteil eine Super League ablehnen. Das ganze Konstrukt baut auf dem Erfolg der bisherigen europäischen Wettbewerbe. Diese sind aber das i-tüpfelchen, quasi die Belohnung für ein erfolgreiches Bestehen im nationalen Wettbewerb. Sollte letzteres wegfallen ist es eine langweilige Liga von TOP-Clubs, die enorm schnell an Attraktivität verliert, egal ob da die "besten" Spieler der Welt spielen oder nicht.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 09:01

Da reicht es aus Fansicht eigentlich auch aus, FIFA zu zocken. Superleague ist irgendwie dasselbe.


 
Arpi
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 09:20

Jonny hat geschrieben: Die daran beteiligten Vereine machen sich komplett lächerlich, allein mit der Tatsache, das sie ihre Unterschrift unter so ein Projektpapier setzen. Egal ob als Druckmittel für die geplante CL-Reform oder als echt geplantes Projekt - Diese Vereine werden in Masse ihre nationalen, vor Ort ansässigen Fans verlieren. Das System "Super-League" wird nicht greifen. Jeder Verband hat angekündigt, die Vereine für jegliche andere Turniere sperren zu wollen, die UEFA überlegt den Spielern den Zugang zu den Nationalmannschaften zu verweigern, sollten sie einen Vertrag bei den dort spielenden Vereinen unterschreiben.
Die Umfragen innerhalb dieser Clubs zeigen doch deutlich, dass die bisherigen Fans zum Großteil eine Super League ablehnen. Das ganze Konstrukt baut auf dem Erfolg der bisherigen europäischen Wettbewerbe. Diese sind aber das i-tüpfelchen, quasi die Belohnung für ein erfolgreiches Bestehen im nationalen Wettbewerb. Sollte letzteres wegfallen ist es eine langweilige Liga von TOP-Clubs, die enorm schnell an Attraktivität verliert, egal ob da die "besten" Spieler der Welt spielen oder nicht.
Ich vermute das Ganze ist eher als Druckmittel um bei der CL-Reform eine stete Wild-Card für eine Teilnahme zu bekommen, auch wenn man nicht qualifiziert ist.


Die Friedhöfe der Welt sind voll von Leuten, die sich für unentbehrlich hielten.

(Georges Clemenceau)
 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 11:42

Jonny hat geschrieben:
19.04.2021, 07:55
Die daran beteiligten Vereine machen sich komplett lächerlich, allein mit der Tatsache, das sie ihre Unterschrift unter so ein Projektpapier setzen. Egal ob als Druckmittel für die geplante CL-Reform oder als echt geplantes Projekt - Diese Vereine werden in Masse ihre nationalen, vor Ort ansässigen Fans verlieren. Das System "Super-League" wird nicht greifen. Jeder Verband hat angekündigt, die Vereine für jegliche andere Turniere sperren zu wollen, die UEFA überlegt den Spielern den Zugang zu den Nationalmannschaften zu verweigern, sollten sie einen Vertrag bei den dort spielenden Vereinen unterschreiben.
Die Umfragen innerhalb dieser Clubs zeigen doch deutlich, dass die bisherigen Fans zum Großteil eine Super League ablehnen. Das ganze Konstrukt baut auf dem Erfolg der bisherigen europäischen Wettbewerbe. Diese sind aber das i-tüpfelchen, quasi die Belohnung für ein erfolgreiches Bestehen im nationalen Wettbewerb. Sollte letzteres wegfallen ist es eine langweilige Liga von TOP-Clubs, die enorm schnell an Attraktivität verliert, egal ob da die "besten" Spieler der Welt spielen oder nicht.
Glaubst du die interessiert noch, was europäische Fans dazu denken? Schau dir doch mal die Vereine an, etliche sind längst in den Händen arabischer, amerikanischer und asiatischer Investoren und die haben nur ein Interesse: Cash, Cash und nochmals Cash auf den amerikanischen, arabischen und asiatischen Märkten. Und der Rest ist derart überschuldet, dass sie jeden müden Cent brauchen, um sich dort oben zu halten.

Ich begrüße die Pläne sehr. Sollen sie doch gehen und ihre Pseudo-Fans auf den anderen Kontinenten melken und auch noch den letzten Cent rauspressen. Irgendwann implodiert diese Vermarktungs-Maschinerie.
Für den europäischen Fussball wäre die Super League ein guter Start in ein neues Kapitel, welches sich vielleicht wieder durch etwas mehr Bodenständigkeit, Ausgeglichenheit und Fannähe auszeichnet.

Leider ist die Super League vorerst nur ein Druckmittel, um die CL nach ihren Wünschen zu manipulieren. Ich sage ausdrücklich: Leider!
Ich würde zu gern sehen, wie die Clubs dann, nach einem Scheitern der Super League zu Kreuze kriechen, um wieder in den europäischen Fussball aufgenommen zu werden.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 12:19

FCMFan1990 hat geschrieben: Ich würde zu gern sehen, wie die Clubs dann, nach einem Scheitern der Super League zu Kreuze kriechen, um wieder in den europäischen Fussball aufgenommen zu werden.
Dem voraus müsste natürlich gehen, dass die UEFA ihre Androhung Wirklichkeit werden lässt - was stand jetzt wirklich zu wünschen wäre. Einfach alle Clubs ausschließen.
Die Fans der Vereine, die das nicht mitmachen wollen tun mir echt leid - stell dir vor, die hängst 40/50 Jahre deines Lebens an diesen Verein, kannst zu jedem Spiel fahren und dann kommt so was um die Ecke. Ich feier es heute, dass wir kein TOP-Verein sind.


 
Nový
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 15:22

Warum habt ihr eine solche Abneigung gegen diese Liga? Die großen nationalen Ligen sind doch meistens unspektaktulär und alles andere als spannend. In Spanien sind es drei Vereine, In Deutschland, Italien und Frankreich nur jeweils ein Verein, der Meisterambitionen hegt. Einzig die englische Liga verspricht einigermaßen Spannung.
In einer europäischen Liga wäre die Meisterfrage offen und diese böte neben attraktiven Fussball auch eine gehörige Portion Spannung.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 16:58

Das Pfund das Uefa und Fifa halt noch in die Wagschale werfen können sind die EM und WM, die muss dann ohne die Spieler dieser 12 Mannschaften stattfinden.
Da haben wir dann ein Henne-Ei Problem, ist die CL oder WM so groß weil da Messi und Ronaldo spielen, oder sind die Spieler so groß weil sie sich auf der Buhne CL und WM präsentieren durften.
Hier ist gerade echt die Gefahr dass ein Haufen amerikanischer Investoren dem Weltfussball ein amerikanisches System mit 20 unabsteigabren Teams aufdrückt, keine nationalen Meisterschaften mehr (zumindest keine professionellen), keine Nationalmannschaften mehr.
So scheiss und korrupt Uefa und Fifa sind, aber das ist noch übler


 
Jörn
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 19:22

Das dürfte wohl kaum nur ein Druckmittel sein. Die sind schon sehr weit. JP Morgan hat schon eine finanzierungszusage von Mrd gemacht. Amazon schon 4 Mrd für übertragjngsrechte. Die amerikanischen eigentümer sind dem europäischen Ligasystem überdrüssig und wollen vor allrm ihr eigenes ding machen so nur die vereine was zu sagen haben und sie alles geld selbst kriegen und nicht son huppy fluppy mit uefa die ein grosteil absahnt, mit kleinen vereinen teilen, sich ständig an regeln halteb, financiaö fair play, nationalspieler abstellen etc.und die südeuropäer sind tlw kurz vor der pleite spätestens seit corona.

Das ist viel mehr als eine drohkulisse. Dieses mal ziehen sie es durch. Ist nur die Frage ob die gegenseite durchzieht. Steht die Super League erstmal, würde eine Sperre der weltbesten Spieler für WM und EM fifa und uefa viel mehr weh tun, als den SL clubs. Und natürlich die Frage ob der ausschluss aus den nationalen ligen nur drohung ist.


 
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Jonny
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 20:17

DIe UEFA bestimmt nicht über den Ausschluss aus den Nationalwettbewerben. Spielt aber keine Rolle, da alle relevanten Verbände bereits zugesichert haben, die angedrohten Strafen durchzuziehen, sobald sich Vereine für diese Super League entscheiden. Also irgendeine Form von Strafen wirds geben - am besten natürlich der komplette Ausschluss aus den nationalen Wettbewerben.
Fraglich ist auch, ob die Spieler das allesamt mittragen, sollte die UEFA die Sperre für die Nationalmannschaften durchziehen.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 20:54

Jonny hat geschrieben:
19.04.2021, 20:17
DIe UEFA bestimmt nicht über den Ausschluss aus den Nationalwettbewerben. Spielt aber keine Rolle, da alle relevanten Verbände bereits zugesichert haben, die angedrohten Strafen durchzuziehen, sobald sich Vereine für diese Super League entscheiden. Also irgendeine Form von Strafen wirds geben - am besten natürlich der komplette Ausschluss aus den nationalen Wettbewerben.
Fraglich ist auch, ob die Spieler das allesamt mittragen, sollte die UEFA die Sperre für die Nationalmannschaften durchziehen.
Nehmen wir mal an, es ist tatsächlich keine Drohkulisse, sondern bitterer Ernst.

UEFA/FIFA sitzen aus meiner Sicht am längeren Hebel. Sicherlich werden die CL und auch die großen nationalen Ligen kurzfristig Geld und Renommee verlieren. Auf mittlere Sicht würde sich die europäische Club- und Fankultur jedoch schnell wieder durchsetzen und auch die Einnahmen wieder steigen.
Dagegen die SL - 20 Vereine, davon 15 konstant. Ohne Ab- und Aufstiege. Spiele wohl hauptsächlich auf dem amerikanischen, asiatischen und arabischen Markt. Dürftige Stimmung in den Stadien. Retorte halt, vollkommen entkoppelt von den europäischen Wurzeln. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das schnell abnutzt. Und was ist dann?
Daran sollten diese Clubs auch denken. Eine schnelle Rückkehr in vorhandene Strukturen, wenn es mit der SL mal nicht so läuft, ist nicht garantiert.

Aber letztlich läuft es dann ggf. eh auf einen Kompromiss hinaus. JP Morgan wird eine halbe Milliarde mehr an UEFA und nationale Ligen zahlen und dafür lässt man die Clubs ziehen, ohne das es für die Clubs sonstige Konsequenzen hat.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

19.04.2021, 23:30

FCMFan1990 hat geschrieben:
Jonny hat geschrieben: DIe UEFA bestimmt nicht über den Ausschluss aus den Nationalwettbewerben. Spielt aber keine Rolle, da alle relevanten Verbände bereits zugesichert haben, die angedrohten Strafen durchzuziehen, sobald sich Vereine für diese Super League entscheiden. Also irgendeine Form von Strafen wirds geben - am besten natürlich der komplette Ausschluss aus den nationalen Wettbewerben.
Fraglich ist auch, ob die Spieler das allesamt mittragen, sollte die UEFA die Sperre für die Nationalmannschaften durchziehen.
Nehmen wir mal an, es ist tatsächlich keine Drohkulisse, sondern bitterer Ernst.

UEFA/FIFA sitzen aus meiner Sicht am längeren Hebel. Sicherlich werden die CL und auch die großen nationalen Ligen kurzfristig Geld und Renommee verlieren. Auf mittlere Sicht würde sich die europäische Club- und Fankultur jedoch schnell wieder durchsetzen und auch die Einnahmen wieder steigen.
Dagegen die SL - 20 Vereine, davon 15 konstant. Ohne Ab- und Aufstiege. Spiele wohl hauptsächlich auf dem amerikanischen, asiatischen und arabischen Markt. Dürftige Stimmung in den Stadien. Retorte halt, vollkommen entkoppelt von den europäischen Wurzeln. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das schnell abnutzt. Und was ist dann?
Daran sollten diese Clubs auch denken. Eine schnelle Rückkehr in vorhandene Strukturen, wenn es mit der SL mal nicht so läuft, ist nicht garantiert.

Aber letztlich läuft es dann ggf. eh auf einen Kompromiss hinaus. JP Morgan wird eine halbe Milliarde mehr an UEFA und nationale Ligen zahlen und dafür lässt man die Clubs ziehen, ohne das es für die Clubs sonstige Konsequenzen hat.
Auf die Gefahr gesteinigt zu werden. Aber was ändert sich denn wirklich? Zum Beispiel Champions-League. Mit Ausnahme von Bayern hat 2004 das letzte mal ein Nicht Super League Verein die CL gewonnen. Auch Außenseiter in Viertel- oder Halbfinals sind doch eher selten und in der Gruppenphase regen wir uns auf, wenn da Krasnodar, Midtylland, Donezk oder Salzburg spielen. Zumindest hat man oft das Gefühl.

Im Prinzip ist die Champions League doch schon die Super League, nur mit einem etwas anderen Modus und am Anfang jeder Saison zur Belustigung aller und Beruhigung der kleinen Ligen dürfen da ein paar Komparsen mitmachen.

Gleichzeitig dominieren die etablierten Mannschaften dank der CL-Gelder ihre nationalen Ligen und bis auf England gibt es kaum Abwechslung im Titelkampf. Seit 2010 sind nur noch Dortmund und Bayern Deutscher Meister geworden. Habt ihr da wirklich noch lange Bock drauf? 

Vielleicht würde es dem Fussball ja sogar richtig gut tun, wenn diese Mannschaften aus den nationalen Wettbewerben wegfallen. Eine Bundesliga ohne Bayern und Dortmund hätte echt wieder ihren Reiz. Und ich glaube man muss sich nicht viel vormachen, wenn das Ding ordentlich anläuft und tatsächlich die Gelder generiert, die versprochen werden, dann sind auch ganz schnell Bayern, Dortmund und PSG mit von der Partie. 

Sicherlich ist natürlich ein Sieg in der Champions League vielleicht nicht mehr ganz so bedeutend, wenn da 15 oder 20 Top Vereine fehlen. Aber wenn wir dann, ich spinne jetzt mal, da in der Champions-League nur noch nationale Meister drin haben, ist es wieder eine echte Champions League, und ohne die Top Clubs wäre wohl wirklich Spannung dabei, wenn da jedes Jahr wer anderes gewinnen kann.

Tödlich wäre es nur denke ich, wenn es die Super League gibt und die Vereine trotzdem noch national mitspielen. Dann geht die Kluft noch weiter auseinander und in der Champions League fehlen dann die Meister der Top Liegen und aus England startet vielleicht der sechst- oder siebtplatzierte in der Champions-League, während der Meister aus Österreich in der Quali gescheitert ist. Das wäre eine richtige Farce.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

20.04.2021, 06:47

Es ist doch gar nicht gewollt in der Super League irgendwelche Meister drin zu haben. Es geht um ein geschlossenes System der Reichen Clubs, nichts anderes. Kein Abstieg der Gründungsmitglieder, sprich du kannst die schlechsteste Saison ala Schalke in dieser Geld-Liga spielen und wirst trotzdem nicht rausgeschmissen. Das alles gründet sich auf dem Gedanken, dass diese Clubs eine feste planbare (riesige) Menge Geld scheffeln können, ohne sich jährlich für den großen Zirkus qualifizieren zu müssen.
Natürlich ist die aktuelle Champions-League schon langweilig und die geplante Reform for 2024 mit nochmal 100 Spielen mehr wird nochmal langweiliger - hauptsache viele Spiele, die viele Einschaltquoten bringen. Die Schere geht auch schon mit der CL stark auseinander, der krasse Unterschied ist nur, dass man das bisschen Underdog-Feeling, wenn ein unbekannter Club mal die großen aufmischt hier einfach NIE stattfinden kann.


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

20.04.2021, 07:22

wenn es so wäre das die super mannschaften in ihrer eigenen super liga spielen und den rest in ruhe lassen (ausschluss aus alle anderen wettbewerben), dann wäre das ok und vlt auch allen geholfen..
ich glaube aber das wird nicht passieren, im Kicker gab es einen artikel in dem man lesen kann was passieren wird.. :(
die alten verbände haben alle teuere verträge abgeschlossen, daraus entsteht druck der letztlich zu irgendwelchen "lösungen" führt die keiner haben will..


 
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Re: Der Fußball und das liebe Geld

20.04.2021, 10:27

Klehmchen hat geschrieben:
19.04.2021, 23:30

Sicherlich ist natürlich ein Sieg in der Champions League vielleicht nicht mehr ganz so bedeutend, wenn da 15 oder 20 Top Vereine fehlen.
Ich glaube dass ein gewinn der CL ohne 20 topteams für viele clubs mehr wert wäre als ein ausscheiden im viertelfinal einer CL MIT diesen mannschaften ;)


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Re: Der Fußball und das liebe Geld

20.04.2021, 21:05

Und die ersten Clubs wenden sich wohl wieder ab von den Plänen. Da wollte wohl jemand gucken, auf wie viel Begeisterung das stößt.


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Re: Der Fußball und das liebe Geld

21.04.2021, 17:58

Jonny hat geschrieben: Es ist doch gar nicht gewollt in der Super League irgendwelche Meister drin zu haben. Es geht um ein geschlossenes System der Reichen Clubs, nichts anderes. Kein Abstieg der Gründungsmitglieder, sprich du kannst die schlechsteste Saison ala Schalke in dieser Geld-Liga spielen und wirst trotzdem nicht rausgeschmissen. 
Das habe ich sehr wohl verstanden und ganz ehrlich, ich würde das eben gar nicht schlimm finden. So einen Ausreißer wie Schalke legt doch keiner der Top-Clubs hin. Gut jetzt spielt Liverpool mal eine verhältnismäßig schlechte Saison in England, dann wird halt ein Scheich-Club Meister. In Spanien machen das seit fast 17 Jahren die 3 Top-Clubs unter sich aus. Spielt da einer grottig wird trotzdem kein Under-Dog Meister. In Deutschland ist es doch auch so. Selbst wenn die Bayern mal schlecht spielen und wir alle denken, dieses Jahr könnte es gehen, werden sie dann doch wieder Meister. In Italien ist es mehr als 20 Jahre her, dass der Meister nicht aus Turin oder Mailand kam. 
Die Schere ist doch so groß geworden, dass es keine Außenseiter mehr gibt, die wirklich mal eine Chance auf einen Titel haben.
Da muss man sich doch als Fussball-Fan schon fragen, ob wir das auf Dauer so behalten wollen. Und alle aktuellen Systeme, die wir haben und auch die Reformen ändern doch daran nichts mehr. Die großen Clubs haben so ein riesiges Vermarktungspotential, dass die immer alle ausstechen. Da kannst nur noch mit einem Scheich oder Brausemillionen in die Nähe kommen. Und wenn das passiert, meckern auch bloß alle.
Warum lassen wir dann nicht einfach die großen, abgehobenen Vereine ziehen? Lass Sie doch ihre Spiele für Asien und Nordamerika austragen. Wer ist denn darüber traurig? Gut vielleicht ein paar Fans dieser 15-20 Topvereine. Aber jeder andere Fussballfan könnte doch froh sein, wenn die ihr Ding woanders machen. 


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