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MD-Reiner
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 20:49

Kille hat geschrieben:
MD-Reiner hat geschrieben:
…  Kommerzialisierung beim FCM... rund 81% haben gesagt, wir wollen sie…

Das kommt auf die Sichtweise an… für mich z.B. ist es eine Ausgliederung der Kommerzabteilung des Vereins, also eine klare Trennung von Sport (e.V.) und Finanzen (GmbH). Aber wie das nun jeder einzelne betrachtet ist inzwischen auch ziemlich egal, der Drops ist gelutscht. Jetzt kommt es auf die Zukunft und einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Vereinsstrukturen an… und gerade da brauchen wir auch wieder kritische Blickwinkel und Leute die die Vorgänge hinterfragen, um genau die hier von einigen angeführten Schreckenszenarien zu verhindern. Schwarze Magie? Nein, ich denke nicht.

Kille, ich denke wir alle haben uns hier mal iwann angemeldet, um zu diskutieren und somit mitzuwirken. Nur das zählt. Weglaufen ist nicht!
Gestern ist auch für mich die Welt nicht unter gegangen. Aufpassen, dran bleiben, das Feuer weiter geben und unterschiedlicher Meinung bleiben.  :!:  So haben wir eine gute Chance, dass wir Wichtiges nicht verpassen oder gar übersehen.
;!
So ich schaue jetzt auf Freitag.


„Wer sich seiner Existenz in einer makaberen Welt bewusst ist, weiß ohnehin, dass ein Humor, der sie erträglich macht, seinerseits makaber sein muss.“ Constanze Alt
 
oTTo1965
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:03

MD-Reiner hat geschrieben:
oTTo1965 hat geschrieben:
Er muss sicherlich nicht hungern, warum auch?  Die Zeiten der leeren Kühlschränke gehören der Vergangenheit an. Ja, auch diese gab es beim FCM. Ist FAM, MDCC, Wernesgrüner und wie sie alle heißen etwa kein Kommerz? Wo war dein Aufschrei gegen diese Unternehmen vor der Ausgliederung, ich konnte weit und breit keinen vernehmen. Schon vergessen, das sogar diese Unternehmen unseren Aufsichtsrat kleiden?

Nur weil in der heutigen Zeit Sponsoren lebensnotwendig geworden sind, muss ich sie ja nicht gut finden. Ich bin nicht bekloppt, dass ich die "Funktion" von Sponsoren nicht erkennen kann. Aber ich würde deren Einfluss beim 1.FCM, aber auch generell im Sport, lieber klein halten. Denke bitte daran, dass wir heute wegen der Geldspirale viele Spiele nicht mehr live im TV sehen können. Das ist doch keine gute Errungenschaft, oder? Und das alles nur mit dem Lauf der Zeit zu begründen reicht mir eben nicht. Im Sport steckt für meinen Geschmack einfach zu viel Geld. Pay TV, Doping, große Ablösesummen, nicht nachvollziehbare Gehälter, Wettmafia, Ticketmafia, Fifabrechreiz, die Liste ist lang. Uns trifft es mit hohen Eintrittsgeldern, Getränkepreise zum Vergessen, Klatschpappen, 3.Liga ab 2018 nur noch im Bezahlfernsehen, usw. Warum muss sich die Spirale immer weiter drehen? Was hast z.B. du positives davon? Oder anders herum: wie hoch ist der Preis für Liga 1, den du zu zahlen bereit bist?

Ein Unterschied zwischen Liga 3 und 1 ist nicht wirklich erkennbar, es ist mehr oder weniger die Größenordnung die den Unterschied ausgemacht. Wollen wir deshalb lieber wieder absteigen und über die Dörfer tingeln ? Mein Preis war die Freude über unseren langersehnten Aufstieg, mit allem was dazu gehört. 


 
Baerchen
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:18

Alle Fans erwarten, dass die Spieler auf dem Rasen kämpfen und ihr bestes geben. Ist jedesmal zu erkennen, wenn es den Spielern nicht gelingt.
Dazu muss der Verein dann den Spielern auch die organisatorischen Voraussetzungen bieten. Die Kosten aber Geld. Das muss irgendwo herkommen. Am Anfang der Saison war die Preiserhöhung für die Karten Thema. Mitgliedsbeiträge? Wenn jedes Spiel ein ausverkauftes Stadion wäre, könnte es vielleicht reichen. Kann aber keiner garantieren. Also muss das Geld irgendwo herkommen, woher bitte, wenn nicht durch Sponsoren?


„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
 
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Re: RE: Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:22

MD-Reiner hat geschrieben:
oTTo1965 hat geschrieben:
Er muss sicherlich nicht hungern, warum auch?  Die Zeiten der leeren Kühlschränke gehören der Vergangenheit an. Ja, auch diese gab es beim FCM. Ist FAM, MDCC, Wernesgrüner und wie sie alle heißen etwa kein Kommerz? Wo war dein Aufschrei gegen diese Unternehmen vor der Ausgliederung, ich konnte weit und breit keinen vernehmen. Schon vergessen, das sogar diese Unternehmen unseren Aufsichtsrat kleiden?

Nur weil in der heutigen Zeit Sponsoren lebensnotwendig geworden sind, muss ich sie ja nicht gut finden. Ich bin nicht bekloppt, dass ich die "Funktion" von Sponsoren nicht erkennen kann. Aber ich würde deren Einfluss beim 1.FCM, aber auch generell im Sport, lieber klein halten. Denke bitte daran, dass wir heute wegen der Geldspirale viele Spiele nicht mehr live im TV sehen können. Das ist doch keine gute Errungenschaft, oder? Und das alles nur mit dem Lauf der Zeit zu begründen reicht mir eben nicht. Im Sport steckt für meinen Geschmack einfach zu viel Geld. Pay TV, Doping, große Ablösesummen, nicht nachvollziehbare Gehälter, Wettmafia, Ticketmafia, Fifabrechreiz, die Liste ist lang. Uns trifft es mit hohen Eintrittsgeldern, Getränkepreise zum Vergessen, Klatschpappen, 3.Liga ab 2018 nur noch im Bezahlfernsehen, usw. Warum muss sich die Spirale immer weiter drehen? Was hast z.B. du positives davon? Oder anders herum: wie hoch ist der Preis für Liga 1, den du zu zahlen bereit bist?

Wann konntest Du zu DDR Zeiten außer vielleicht das Pokalendspiel oder ein paar EC Spiele Fußball live im Fernsehen schauen? Und das DFF war sicherlich fern jeden Kommerz frag mal Karl Eduard [emoji1]


06.05.1972 45.000 Zuschauer im Ernst-Grube-Stadion gg Sachsenring Zwickau ich war erstmalig dabei !
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:29

Nach langer Zeit des Passivlesens in diesem Forum ist es irgendwie an der Zeit auch mal aktiv zu werden.
Deshalb erst einmal ein Hallo an alle hier.

Ich finde etwas weniger Pathos und mehr positiver Gelassenheit würde uns allen ganz gut tun.

Wenn wir schon so viel von Tradition reden, dann blicken wir doch mal auf unsere Historie.
Gegründet vor 51 Jahren auf Staatsanordnung als Ausgliederung der Fußballsektion vom SC Magdeburg mit dem SKET als Hauptsponsor und "Arbeitgeber" der Spieler. Mit dem Ziel den DDR-Fussball leistungsorientierter und international konkurrenzfähiger zumachen.
Es ist also nicht so als ob Anton A. und Bernd B. im Jahre 1890 auf einer grünen Wiese den 1. FC Magdeburg gegründet hätten und sich dem ewigen Amateurfußball verschrieben hätten.
Natürlich haben wir Vorgängervereine und eine Fußballtradition in der Stadt, aber wenn wir explizit vom unserem 1. FC Magdeburg reden, dann hatten wir nie eine kommerzfreie Tradition und werden diese auch niemals haben, wenn wir auch nur irgendwie in der Fußballwelt in Erscheinung treten möchten. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass wir ohne Sponsoren auch nur irgendeine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine stellen könnten und mehr als eine überschaubare Menge an Zuschauern die Spiele besuchen würde? Oder anders gefragt: Sehnt irgendjemand die Jahre nach der Wende beim Club herbei?

Was wir aber haben und immer brauchen werden sind kritische Nachfragen und Überprüfungen der Hauptverantwortlichen des Clubs.
Dafür benötigt man auch mal eine Radikalopposition, die die Gegenargumente, egal wie nachvollziehbar oder realistisch diese auch sein mögen, nach außen trägt und die andere Seite dadurch zwingt seine Argumente und Pläne zu kontrollieren, hinterfragen und ggf. zu verbessern. 
Wie unsere Vergangenheit leider zeigt, ist es ja durchaus möglich, dass irgendwann einmal nicht so fähige Personen in der Clubführung sitzen und dann umso mehr Kritik und Kontrolle notwendig sein dürfte. Ohne Sie wäre auch der Ursprungsvorschlag ein viel Schlechterer und unsere Zukunft heut wohl ungewisser.
Deshalb sind vor allem die Ausgliederungsgegner so wichtig für den Verein und haben allen Respekt verdient. 
 
Nur das macht uns zu einem besonderen Verein, zu den größten der Welt und lässt mich persönlich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, dass unsere Mitglieder nicht jedem noch so unseriösen Geldgeber blind hinterher rennen und Pro und Contra immer ausgetauscht werden. Für das Wohl des Clubs.

Nur der FCM!


 
bluesky
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:35

Braugold-Fan hat geschrieben:
MD-Reiner hat geschrieben:
. Im Sport steckt für meinen Geschmack einfach zu viel Geld. Pay TV, Doping, große Ablösesummen, nicht nachvollziehbare Gehälter, Wettmafia, Ticketmafia, Fifabrechreiz, die Liste ist lang. Uns trifft es mit hohen Eintrittsgeldern, Getränkepreise zum Vergessen, Klatschpappen, 3.Liga ab 2018 nur noch im Bezahlfernsehen, usw. Warum muss sich die Spirale immer weiter drehen? Was hast z.B. du positives davon? Oder anders herum: wie hoch ist der Preis für Liga 1, den du zu zahlen bereit bist?

Sorry, aber für die Lösung dieser Probleme fällt mir außer einer Zeitmaschine kein Mittel ein. Erst recht keines, was man als kleiner, popeliger Drittligist zur Hand hätte. Der Kommerz-Zug im Profisport rollt. Entziehen kannst du dich dem nur, indem du dich auch dem Profisport entziehst. Ich zieh jetzt mal - was ich sonst lieber vermeide - einen Vergleich zum Politik-Thread: Auch dort bist du ja eher ein Befürworter von romantischen Idealvorstellungen, deren konkrete Umsetzung bestenfalls unwahrscheinlich, wenn nicht gar komplett illusorisch ist. Das ist der Lauf der Dinge, Reiner. Wir sollten uns mühen, die Dinge zu anzupacken, die tatsächlich in unserer Macht stehen und uns mit den Umständen zu arrangieren, die wir nicht verändern können. Und lernen, das eine vom anderen zu unterscheiden. ;)

Yepp, da sind wir wieder beim Thema Akzeptanz von Dingen, die nun mal so sind. Ist schwer, beim sogenannten Kommerz eine Grenze zu ziehen zwischen dem subjektiv akzeptablen/inakzeptablen. Wann ging das los, was haben wir hingenommen? Zählten dazu schon die Pro-Forma-Arbeitsverträge der Spieler bei den Trägerbetrieben in der Oberliga, war das schon Kommerzialisierung? Ist es bei den Vereinen, die ein angebliches Anderssein vermarkten und dadurch von Hipstern überrannt werden wirklich schöner?
Fußballromantik gab es mal, aber das war lange vor unserer Zeit. Damit meine ich, wenn mein Opa davon erzählte, wie er und seine Kumpels nach dem Krieg im Großraum Halberstadt am Wochenende teilweise kilometerlange Fußmärsche (!) absolvierten, um anschließend 90 Minuten ein Kreisliga- (oder wie es damals auch immer hieß) Auswärtsspiel zu absolvieren und hiernach wieder ins Heimatdorf zu laufen. Ich habe diesen Geschichten immer fasziniert gelauscht, aber schon in den Achtzigern waren das Erlebnisse Zeugnisse einer lange vergangenen Zeit.
Dennoch fühle ich mich auch im Jahre 2017 im Fußball und speziell im HKS noch sehr wohl. Stände ich bspw. auf Boxen, käme ich mir viel verarschter vor. Habe mir durch bestimmte Umstände den letzten Kampf in MD vor einigen Wochen im MDR ansehen müssen. Was für ein schlimmes, aufgesetztes, aufgeblasenes Theater.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 21:36

Ich glaube den Gegnern der Ausgliederung kommt es eher auf das Fernhalten von Investoren an welche durch Kauf von GmbH Anteilen Einflußnahme auf die sportlichen und traditionellen Geschicke nehmen könnten. Also das wir Sponsoren brauchen ist denen sicherlich auch bekannt und wird wenn auch mit Argwohn akzeptiert


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 22:16

Ich finde es schon komisch, dass Ausgliederung immer gleich mit Investoren und mit natürlichen böse Investoren gleichgesetzt wird. Das kann natürlich im Verein der reinen Lehre nicht passieren. Habt ihr alle Kinowelt vergessen, waren wir da nicht ein Verein?


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

20.02.2017, 23:27

Hallo miteinander . Ich freue mich über das Ergebnis der MV . Investorenangst ? Nicht begründet . Die paar Euronen für einen Drittligisten/ Zweitligisten bescheren dem Investor maximal 5 Prozent , mehr wird eine Mitgliederabstimmung ablehnen. Liga 1 ist unrealistisch . Die Ausgliederung hat viele Vorteile , wurden in der MV detailliert ausgewiesen . Ich gehe davon aus , dass auch Block U weiterhin professionelles Verhalten beweisen wird und unbedingten Support organisieren wird . Wir alle wissen um die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Fangruppierung . Sie werden sich nicht bockig zurückziehen . Das wäre kindisch und dem Wesen der Ultras ( unbedingte Treue zum Verein ) nicht würdig . Lasst uns unseren Club weiterhin Richtung 2. Liga puschen . Eine Spaltung wäre kontraproduktiv . Wer will sich die Verantwortung dafür nachsagen wollen ?  Die demokratische Mehrheit von über 80 Prozent hat entschieden . Das genügt . Freut Euch oder schmollt , aber unterstützt weiter unseren Club ! Auf eine goldene blau-weiße Zukunft unseres FCM ! BWG ! W.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 00:48

Als Neuer hier sage ich erstmal hallo in die Runde,

Ich hab gestern auch pro Ausgliederung gestimmt und war ziemlich froh, dass es durchgegangen ist.
Hatte vom Gefühl her eigentlich gestern nicht damit gerechnet, aber so kann man sich täuschen. ;).

Meiner Meinung nach überwiegen einfach die Vorteile. Das war keine Gefühlsentscheidung sondern für mich, und ich denke mal für viele andere Befürworter auch, eine reine Vernunftsentscheidung. Keine Entscheidung zwischen Fußballromantik und Kommerz, sondern einfach nur das Beste für den Club nach Lage der Dinge.
Würde es die SSG und diese besondere Konstellation nicht geben, hätte es gestern auch keine AOMV gegeben.
Letztendlich führt man ja nur das zusammen, was  de facto ja sowieso schon mehr oder weniger zusammengehört hat. Die SSG ist ja eine 100 prozentige Tochter des Vereins und ist sowieso schon quasi für die Profiabteilung zuständig gewesen. Man führt einfach damit die Einnahmen- und Ausgabenseite zusammen, um es mal so zu sagen. Damit hört endlich auch dieser Geld-Verschiebe-Quatsch zwischen Verein und SSG  auf, den wir ja vorher hatten.
Von der Rechtssicherheit und steuerlichen Vorteilen ganz zu schweigen.

Die Mitbestimmung der Vereinsmitglieder ändert sich ja eigentlich auch nicht wirklich (Danke an dieser Stelle an die Beteiligten Fanvertreter.).
Deshalb sehe ich auch die Gefahr der Kommerzialisierung und Entfremdung nicht.

Was das Thema Investoren angeht glaube ich erstens nicht, dass so plötzlich einer vor der Tür stehen wird und zweitens nicht, dass der die nötige 3/4-Mehrheit erreichen würde.
Soviel Vertrauen hab ich in uns Mitglieder. Meine Stimme bekommt zumindest kein Investor, egal wer das ist.

Soweit zumindest meine Sicht der Dinge.

In diesem Sinne, auf eine stabile Zukunft für den Club und BWG ;!
Nächstes Ziel: Die Nord zur Stehplatztribüne umbauen. :mrgreen:


 
Mike
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 04:27

kommerz gab es doch schon immer beim club. nach der wende war man nur unfähig kapital daraus zuschlagen. jetzt at man es seit 3 jahren verstanden und es geht vorwwärts. 
der dfb bemängelte das es keine verträge mit sponsoren gibt. danke dfb, so werden sponsoren auch irgendwie gezwungen auch wirklich zu zahlen. notfalls könnte man den vertrag zurate ziehen. auch etwas kommerz.
insolvenz, wie beim VFR zu sehen, muss insolvenz nicht gleich abstieg heissen. punktabzug...
mit der trennung von profi und ev bleibt ich jetzt ruhig, nicht wie damals, spenden, futurecard kaufen, an schlafen war nicht zu denken. halbe nacht im chat rumhängen. das seh ich anders. 
jetzt erstmal schauen was die profis an geld verprasst haben, eine gute clubführung baut auch rücklagen auch für den ev. gibt es punktabzug, sind wir alle froh. gibt es einen abstieg, naja... muss die gmbh aufgelöst werden. seh ich locker, der ev fängt das auf, abstieg ok. strafe muss sein. aber es gibt keinen absturz mehr. eine löschung aus dem vereinsregister ausgeschlossen. einen neuanfang unter neuen namen. gibt es nicht. 


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 06:40

Lünebomber hat geschrieben:
MD-Reiner hat geschrieben:
oTTo1965 hat geschrieben:
...


Der FCM war zu jeder Zeit leistungssportlich orientiert, mit dem Ziel den größtmöglichen sportlichen Erfolg zu haben. Auch gestern vor 13 Uhr war die Mannschaft des FCM keine Truppe von 20 Freunden die aus Spaß an der Freude etwas Fußball spielen sondern Profisportler aus ganz Deutschland und der Welt die hier größtmöglichen Erfolg haben wollen (und natürlich auch so viel Geld wie möglich verdienen wollen). Wenn du Fußballromantik haben möchtest unterstütze deinen Dorf- oder Stadtteilverein, da wirst du denn einer der wenigen sein. Die große Masse möchte den größtmöglichen Erfolg und Siege gegen Halle, Rostock oder Osnabrück machen noch einmal deutlich mehr Spaß  als Siege gegen Torgelow, Goslar und Türkiyemspor.
Ohne Kommerzialisierung (Wo fängt die denn an? Sind Sponsoren auch böse? Sollte Heinz Krügel nicht am besten auch aufs Trikot und auf alle Werbebanden?) würden wir aber selbst gegen letztgenannte blass aussehen.
Wo bei jedem das persönliche Faß vollgelaufen ist, soll jeder für sich entscheiden, mein Faß (und das von offensichtlich der Mehrheit der Mitglieder) hat da noch eine ganze Menge Fassungsvermögen. Name, Logo, Blau-Weiße Farben- das ist mein Rubikon, der nicht überschritten werden darf.
Selbst mit Investoren wie bei den Bayern, die für eine Unmenge Kohle die Merchandisingrechte übernehmen oder bestimmen wohin die Mannschaft ins Trainingslager fährt, ganz ehrlich, wenn es hilft weiter nach oben zu kommen und irgendwann im "großen" Fußball in Liga 2 oder gar 1 zu landen, geschenkt, dann trainieren wir halt in China.

Und wir begrüßen den ersten von 75%. Gestern hies es noch UNMÖGLICH, dass lassen wir nicht zu.
Jetzt reicht es schon, wenn Trainingslager in China angeboten werden und der Traum von ganz oben und schon spricht man von geschenkt. 

Ganz ehrlich, wie spielen nicht mehr gegen Goslar, Meuselwitz etc. Wir spielen in der 3. Liga mit einer erstaunlich guten Chance auf Liga 2. Das Ganze haben wir als e.V. geschafft. KOMISCH, oder? Weil das Thema oft kam, ja auch ich kann/muss mit dieser demokratischen Entscheidung leben. Womit ich aber nicht leben kann ist, dass diese auch noch frenetisch bejubelt wird. Hätte man gesagt, ok Fechi machte es ja deutlich das es keinen anderen Weg gibt, deswegen müssen wir diesen gehen. Ich stimme also (zähneknirschend) mit ja. Ich hätte es verstanden. Aber diese Entscheidung noch frenetisch zu feiern, als hätten wir den Europapokal gewonnen? Das will nicht in meinen Kopf. SORRY!!! De Facto haben wir Mitglieder einen Teil der "Macht" abgegeben. Und sei es nur 2 nicht mehr durch uns bestimmbare AR - Mitglieder der GmbH. Und die Jubeler feiern das?? Ich hoffe Ihr versteht, dass ich das nicht nachvollziehen kann. Sollte diese Jubelorgie vllt in einem Wahn/Anfall von Träumerei auf große Erfolge ausgelöst worden sein, so bitte ich zu mal nach Jena zu schauen. Auch dort wurde gejubelt, als der Belgier mit Scheinen gewedelt hat. Das Ergebnis ist bekannt. Im größeren Stil gilt das Gleiche für Hamburg.

Erfolg kommt nicht von Rechtsnormen, Investoren usw. Erfolg kommt von ehrlicher Arbeit und das haben wir bis jetzt auch als e.V. hinbekommen. Etwas was ich Fechi, Kalle und Ihrer Arbeit hoch anrechne. Vllt kann ich deswegen auch mit der Entscheidung leben, ja sie leichter schlucken. Jubeln werde ich darüber aber nicht. 


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!!!SPREEFEUER - BLAU WEISS!!!

 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 06:53

..............
Zuletzt geändert von Deutscher am 13.03.2017, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 07:17

Darf ich die ganzen Romatiker mal fragen, wo und unter welchen Rahmenbedingungen sie selber alle arbeiten? Ich nehme mal an, sie haben alle als Einzelunternehmer einen kleinen Handwerksbetrieb (mit einem heute ganz seltenen Handwerk wie Holzfassbau natürlich). Die Werkstatt ist in einer kleinen Seitenstraße direkt neben (den ebenso organisierten) Fleischer, Bäcker, Schreiner und Maler. Sie basteln jeden Tag mit Hingabe an ihren Fässern, von denen sie zwei im Monat verkaufen. Und sie sind so selbstverwirklicht und glücklich, dass sie der alten Tradition und Werte wegen niemals auf die Idee kämen, eine Maschine zu kaufen und einen Lehrling einzustellen. Weil, damit könnte man ja vier Fässer im Monat verkaufen und das wäre ja schon Kommerz und quasi eine seelenlose Fließbandfabrik...

Ist zugegeben etwas Ironie mit dabei und soll niemanden provozieren. Nur, erwarten wir von einem Fussballverein sich so zu verhalten wie vor fünfzig Jahren obwohl die Rahmenbedingungen nun mal definitiv anders sind (ob's gefällt oder nicht)? Etwas bizarr, oder? Ja, früher war nicht alles schlecht und heute ist beileibe nicht alles besser. Aber auch heute ist nicht alles schlecht und früher war auch nicht alles besser.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 07:54

Mike hat geschrieben:
kommerz gab es doch schon immer beim club. nach der wende war man nur unfähig kapital daraus zuschlagen. jetzt at man es seit 3 jahren verstanden und es geht vorwwärts. 
der dfb bemängelte das es keine verträge mit sponsoren gibt. danke dfb, so werden sponsoren auch irgendwie gezwungen auch wirklich zu zahlen. notfalls könnte man den vertrag zurate ziehen. auch etwas kommerz.
insolvenz, wie beim VFR zu sehen, muss insolvenz nicht gleich abstieg heissen. punktabzug...
mit der trennung von profi und ev bleibt ich jetzt ruhig, nicht wie damals, spenden, futurecard kaufen, an schlafen war nicht zu denken. halbe nacht im chat rumhängen. das seh ich anders. 
jetzt erstmal schauen was die profis an geld verprasst haben, eine gute clubführung baut auch rücklagen auch für den ev. gibt es punktabzug, sind wir alle froh. gibt es einen abstieg, naja... muss die gmbh aufgelöst werden. seh ich locker, der ev fängt das auf, abstieg ok. strafe muss sein. aber es gibt keinen absturz mehr. eine löschung aus dem vereinsregister ausgeschlossen. einen neuanfang unter neuen namen. gibt es nicht. 

Aha, eine Insolvenz juckt uns jetzt nicht mehr? Einfach zumachen die GmbH, neu gründen und gut? Lächerlich. Eine Insolvenz kann uns auch jetzt das kosten, was den allermeisten Mitgliedern im Verein wirklich wichtig ist - die erste Männermannschaft. Risiken ohne Probleme auslagern ist eben doch nicht so einfach wie sich manche hier erträumen. Um das auch zu sagen, ich sehe da kein aktutes Risiko, aber ohne Riskio ist die GmbH bestimmt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn wir unserer HKS wirklich irgendwann nicht mehr oder längerfristig nicht nutzen können. Dann sind wir als Verein zwar weiter schuldenfrei, aber all das was wir vorgestern ausgegliedert haben voraussichtlich los, weil es die GmbH kaum übersteht.


Wir sind der Meister aller Klassen!
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 08:14

Ich kann dieses Rumgeheule nicht mehr hören. Natürlich hätte sich die Ausgliederung Gegner nach einem Sieg und dieser Anspannung ganz ruhig auf ihre Stühle gesetzt und sich still und bescheiden gefreute. Man kann auch Probleme herbei reden.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 08:15

Eurospartino hat geschrieben:
Aha, eine Insolvenz juckt uns jetzt nicht mehr? Einfach zumachen die GmbH, neu gründen und gut? Lächerlich. Eine Insolvenz kann uns auch jetzt das kosten, was den allermeisten Mitgliedern im Verein wirklich wichtig ist - die erste Männermannschaft. Risiken ohne Probleme auslagern ist eben doch nicht so einfach wie sich manche hier erträumen. Um das auch zu sagen, ich sehe da kein aktutes Risiko, aber ohne Riskio ist die GmbH bestimmt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn wir unserer HKS wirklich irgendwann nicht mehr oder längerfristig nicht nutzen können. Dann sind wir als Verein zwar weiter schuldenfrei, aber all das was wir vorgestern ausgegliedert haben voraussichtlich los, weil es die GmbH kaum übersteht.

Die Diskussion hier artet aus in Wolkenkuckuksheim. Lasst es doch sich erstmal entwickeln! 
Einfach nur noch hohl, was hier geschrieben wird! 
Hier wollen einige das Innerste der (FCM-)Welt ergründen, was diese zusammenhält (oder auch nicht?)


Man kann verlieren...Die Frage ist: Wie
ich hoffe, mir wird verziehen, dass ich eine eigene Meinung habe
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 08:27

Leute ladet den Club-Juristen zu einer Infoveranstalltung ein, dann wißt ihr wie das läuft.
Im Falle einer Insolvenz des eV hat nicht mehr der Vorstand oder die Mitglieder das Sagen, sondern der Verwalter und der Gläubigerausschuß. Nichts mehr mit Mitbestimmung.
Wenn sich jemand findet, um einen Plan zu bezahlen, oder der vor der Antragstellung schon erstellt wird, muß dieser vom Gericht und von den Gläubigern akzeptiert werden. Wenn die Gläubiger aus welchen Gründen auch immer nicht wollen, wird liquidiert und der neu zugründende Verein spielt in der Kreisklasse...
Wenn die GmbH über einen Plan saniert wird, bleibt alles beim alten, es ist nur keine Kokhle mehr da, weil die an die Gläubiger geht. Wenn kein Plan angenommen wird, kann offensichtlich das Spielrecht übertragen werden (weiß ich aber nicht sicher) und es geht eine neue GmbH an den Start. Das ist jetzt alles sehr verkürzt und die Risiken einer Insolvenz im Profibereich sind nicht zu unterschätzen. Teurer Kader, keine Zuschauer, Sponsoren springen ab.....
Wer wirklich Infos will, und kein Halbwissen verbreiten will, siehe Satz 1.
 


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 08:36

Lünebomber hat geschrieben:
MD-Reiner hat geschrieben:
oTTo1965 hat geschrieben:
Mal etwas anders gefragt, was genau wäre an einem Engagement von Adidas auszusetzen?

Gegenfrage: Muss ein Angestellter der SSG oder des 1.FCM hungern? Die Frage ist für mich (!)   also nicht adidas, die frage für mich ist, wie weit wollen wir eine Kommerzialisierung beim FCM. Und rund 81% haben gesagt, wir wollen sie. Man muss das nicht komplizierter reden als nötig. Oder kann man für die Ausgliederung, aber gegen adidas sein. Ich glaube nicht.


.....Wo bei jedem das persönliche Faß vollgelaufen ist, soll jeder für sich entscheiden, mein Faß (und das von offensichtlich der Mehrheit der Mitglieder) hat da noch eine ganze Menge Fassungsvermögen. Name, Logo, Blau-Weiße Farben- das ist mein Rubikon, der nicht überschritten werden darf......

Gehen wir mal zurück ins Jahr 1965. Damals spielte ein SC (Aufbau) Magdeburg vor nicht wenigen Fans in der Oberliga in den Farben grün und rot und einem Wappen, welches sich dem der Stadt Magdeburg anlehnte. Der Verein hatte einige Erfolge aufzuweisen, war aktueller FDGB-Pokalsieger, hatte diesen Titel als erster Verein verteidigt, spielte im Europacup gegen namhafte Teams wie West Ham und Galatasaray. Über 9000 Besucher verfolgten im Schnitt die Heimspiele des Vereins.
Über Nacht hatten einige Fußballfunktionäre eine Idee wie man den Fußball hierzulande voran bringen könnte. Durch Gründung neuer Fußballclubs. So fand sich der SC (Aufbau) Magdeburg plötzlich als 1.FC Magdeburg in neuen Farben und Wappen wieder. Die im Schnitt 9000 bisherigen Besucher wurden dann schnell durch knapp 8000 neue Fans ersetzt.
Okay vielleicht alles zulange her. Nehmen wir den Leipziger Fußball. Lok Leipzig zu Vfb Leipzig und zurück, Chemie Leipzig fusioniert mit Böhlen zu Sachsen Leipzig, dann wieder zurück zu Chemie Leipzig. In Berlin will der BFC Dynamo zwischenzeitlich für ne ganze Weile FC Berlin heißen mit neuem Wappen und Farben. In Fürth fusionieren die SpVgg und Vestenbergsgreuth und steigen dauerhaft in Liga 2 auf, in Heidenheim marschiert der aus dem Heidenheimer Sportbund ausgelagerte FC von 1846 von einem Mittelfeldplatz in Liga 4 innerhalb weniger Jahre zu einem Platz im oberen Tabellendrittel in Liga 2. Kürzlich hat Juventus Turin ein neues Wappen präsentiert (der Aufschrei war entsprechend groß). Selbst die Königlichen in Madrid haben ein Kreuz im Wappen entfernt. Ob deswegen jetzt in den genannten Orten eine bedeutende Anzahl von Fans sich von den entsprechenden Vereinen abgewandt hat wage ich zu bezweifeln. Aber jeder soll selbst entscheiden, wie wer im Falle eines Falles damit umgeht


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 08:43

Eurospartino hat geschrieben:
Mike hat geschrieben:
kommerz gab es doch schon immer beim club. nach der wende war man nur unfähig kapital daraus zuschlagen. jetzt at man es seit 3 jahren verstanden und es geht vorwwärts. 
der dfb bemängelte das es keine verträge mit sponsoren gibt. danke dfb, so werden sponsoren auch irgendwie gezwungen auch wirklich zu zahlen. notfalls könnte man den vertrag zurate ziehen. auch etwas kommerz.
insolvenz, wie beim VFR zu sehen, muss insolvenz nicht gleich abstieg heissen. punktabzug...
mit der trennung von profi und ev bleibt ich jetzt ruhig, nicht wie damals, spenden, futurecard kaufen, an schlafen war nicht zu denken. halbe nacht im chat rumhängen. das seh ich anders. 
jetzt erstmal schauen was die profis an geld verprasst haben, eine gute clubführung baut auch rücklagen auch für den ev. gibt es punktabzug, sind wir alle froh. gibt es einen abstieg, naja... muss die gmbh aufgelöst werden. seh ich locker, der ev fängt das auf, abstieg ok. strafe muss sein. aber es gibt keinen absturz mehr. eine löschung aus dem vereinsregister ausgeschlossen. einen neuanfang unter neuen namen. gibt es nicht. 

Aha, eine Insolvenz juckt uns jetzt nicht mehr? Einfach zumachen die GmbH, neu gründen und gut? Lächerlich. Eine Insolvenz kann uns auch jetzt das kosten, was den allermeisten Mitgliedern im Verein wirklich wichtig ist - die erste Männermannschaft. Risiken ohne Probleme auslagern ist eben doch nicht so einfach wie sich manche hier erträumen. Um das auch zu sagen, ich sehe da kein aktutes Risiko, aber ohne Riskio ist die GmbH bestimmt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn wir unserer HKS wirklich irgendwann nicht mehr oder längerfristig nicht nutzen können. Dann sind wir als Verein zwar weiter schuldenfrei, aber all das was wir vorgestern ausgegliedert haben voraussichtlich los, weil es die GmbH kaum übersteht.

Sieh es ein. Die Abstimmung ist gelaufen und der Abpfiff ist ertönt. Den Sieg haben die anderen errungen und der Wettbewerb ist zu Ende. Wenn Fußballfans auf der ganzen Welt eins im Leben gemeinsam haben dann sind dies Niederlagen zu verarbeiten. Es gibt niemanden auf der Welt in diesem Sport der Alles und ständig gewinnt


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:07

Manche treten hier wie die letzten Quäker auf.

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06.05.1972 45.000 Zuschauer im Ernst-Grube-Stadion gg Sachsenring Zwickau ich war erstmalig dabei !
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:16

Kille hat geschrieben:
MD-Reiner hat geschrieben:
…  Kommerzialisierung beim FCM... rund 81% haben gesagt, wir wollen sie…

Das kommt auf die Sichtweise an… für mich z.B. ist es eine Ausgliederung der Kommerzabteilung des Vereins, also eine klare Trennung von Sport (e.V.) und Finanzen (GmbH).

Genau genommen haben wir die Trennung zwischen Sport (e.V.) und Finanzen (GmbH) in der aktuellen Struktur und durch die Ausgliederung wird diese Trennung aufgehoben bzw. die Trennlinie verschoben. in dem der Sport jetzt den Finanzen zugeführt wurde in die GmbH. soweit der Sport die erste Herrenmannschaft betrifft.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:19

terrier79 hat geschrieben:
Musste Lok Leipzig nach Insolvenz nicht in der Kreisklasse B einen Neustart vollziehen?

Korrekt. Wie ich schon schrieb. Es müssen schon zwei Insolvenzen hintereinander her. die zweite Insolvenz war für lok zu viel und es betrifft nur den amateurbereich. lok spielte seinerzeit Oberliga und es war keine Aussicht da irgendwelche Ressourcen zu aktivieren, wie es im profifussball möglich ist.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:22

Arpi hat geschrieben:
Eurospartino hat geschrieben:
Mike hat geschrieben:
kommerz gab es doch schon immer beim club. nach der wende war man nur unfähig kapital daraus zuschlagen. jetzt at man es seit 3 jahren verstanden und es geht vorwwärts. 
der dfb bemängelte das es keine verträge mit sponsoren gibt. danke dfb, so werden sponsoren auch irgendwie gezwungen auch wirklich zu zahlen. notfalls könnte man den vertrag zurate ziehen. auch etwas kommerz.
insolvenz, wie beim VFR zu sehen, muss insolvenz nicht gleich abstieg heissen. punktabzug...
mit der trennung von profi und ev bleibt ich jetzt ruhig, nicht wie damals, spenden, futurecard kaufen, an schlafen war nicht zu denken. halbe nacht im chat rumhängen. das seh ich anders. 
jetzt erstmal schauen was die profis an geld verprasst haben, eine gute clubführung baut auch rücklagen auch für den ev. gibt es punktabzug, sind wir alle froh. gibt es einen abstieg, naja... muss die gmbh aufgelöst werden. seh ich locker, der ev fängt das auf, abstieg ok. strafe muss sein. aber es gibt keinen absturz mehr. eine löschung aus dem vereinsregister ausgeschlossen. einen neuanfang unter neuen namen. gibt es nicht. 

Aha, eine Insolvenz juckt uns jetzt nicht mehr? Einfach zumachen die GmbH, neu gründen und gut? Lächerlich. Eine Insolvenz kann uns auch jetzt das kosten, was den allermeisten Mitgliedern im Verein wirklich wichtig ist - die erste Männermannschaft. Risiken ohne Probleme auslagern ist eben doch nicht so einfach wie sich manche hier erträumen. Um das auch zu sagen, ich sehe da kein aktutes Risiko, aber ohne Riskio ist die GmbH bestimmt nicht. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn wir unserer HKS wirklich irgendwann nicht mehr oder längerfristig nicht nutzen können. Dann sind wir als Verein zwar weiter schuldenfrei, aber all das was wir vorgestern ausgegliedert haben voraussichtlich los, weil es die GmbH kaum übersteht.

Sieh es ein. Die Abstimmung ist gelaufen und der Abpfiff ist ertönt. Den Sieg haben die anderen errungen und der Wettbewerb ist zu Ende. Wenn Fußballfans auf der ganzen Welt eins im Leben gemeinsam haben dann sind dies Niederlagen zu verarbeiten. Es gibt niemanden auf der Welt in diesem Sport der Alles und ständig gewinnt


Mein Gott, hab ich die Entscheidung irgendwie in Frage gestellt? Ich hab lediglich den Unfug von der risikofreien GmbH nicht stehen lassen wollen.


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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:25

Arpi hat geschrieben:
...Über Nacht hatten einige Fußballfunktionäre eine Idee wie man den Fußball hierzulande voran bringen könnte. Durch Gründung neuer Fußballclubs. ...

Ohne hier einen neuen Historienfred aufzumachen: Das stimmt nicht so ganz; es gab den Beschluss des Sekretariats des ZK der SED vom 18. August 1965, dem dann die Sportfunktionäre zu folgen hatten. Im Ergebnis entstanden dann die Fussballclubs in der DDR. Man reagierte so auf die Gründung der Bundesliga 1963.
Zuletzt geändert von fischer am 21.02.2017, 09:29, insgesamt 1-mal geändert.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:29

Und es war ein guter Beschluss, jedenfalls für die nunmehr staatlich geförderten FCs


06.05.1972 45.000 Zuschauer im Ernst-Grube-Stadion gg Sachsenring Zwickau ich war erstmalig dabei !
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:29

Es ist und bleibt ein interessanter Reflex.. Man redet von Siegern und Verlierern.. Warum? Das war eine demokratische Abstimmung, bei der es darum ging, mit seinen Ideen, Fakten und Argumenten die Mitglieder von "seinem" Weg zu überzeugen.. Die Befürworter der Ausgliederung haben die entsprechende Mehrheit erreicht, die Gegner der Ausgliederung haben die erforderlichen 25,1 % nicht erreicht.. Passiert..

Warum? Darüber können wir nur spekulieren, bzw. weiß jeder selbst, warum er wie abgestimmt hat.. Ich finde aber die Unterstellung, dass alle, die jetzt mit JA gestimmt haben, dies auch bei einem Investor tun, arrogant und unfair..

Ich kann nur für mich sprechen, kann aber sagen, dass ich bis Freitag nicht wusste, was ich tue.. Es war letztlich eine Bauchentscheidung, da beide Seiten sehr gute und nachvollziehbare Argumente hatten.. Und ich verwette meinen Ar... darauf, dass es nicht nur mir so ging..

Warum führen wir hier schon wieder Diskussionen über bessere und schlechtere Mitglieder, über bessere und schlechtere Fans?

Natürlich sind wir mit der Rechtsform e.V. in diese für uns derzeit schöne Situation gekommen.. Und da können wir alle auch stolz sein.. Aber ist das jetzt ein Argument dafür, dass das deshalb die bessere Wahl ist?

Wenn man so argumentiert, dann bringe ich das Argument, dass der FC Bayern als AG seit dem 21.12.2001:

neun Meistertitel
acht DFB-Pokal-Siege
ein CL-Titel

erreicht hat.. Ist das jetzt ein Argument für eine Ausgliederung? Für mich persönlich nicht.. Natürlich kann man jetzt weitere Klubs gegeneinander aufwiegen, wäre aber irgendwie Blödsinn..

Mir haben die Jubelrufe und die Buhrufe gegen die, die dann sofort gegangen sind, auch nicht gefallen..

Ich schiebe aber beide Reaktionen auf die Anspannung und die Enttäuschung, die sich dann einfach lösten.. Da jetzt so ein Fass aufzumachen, egal in welche Richtung, ist meiner Meinung nach Quatsch..

Ich persönlich werde das tun, was Vertreter von Block U auf der Infoveranstaltung sagten.. In Zukunft noch genauer hinschauen, was jetzt geplant und getan wird..
Zuletzt geändert von Rookie am 21.02.2017, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.


Ein Leben ohne FCM wäre möglich, aber sinnlos.
 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:30

Arpi hat geschrieben:
... SC (Aufbau) Magdeburg ... spielte im Europacup gegen ... West Ham...

Falsch, es war der 1. FC Magdeburg, der im März 1966 vor 35.000 Zuschauern im Europapokal gegen West Ham United spielte...


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:37

terrier79 hat geschrieben:
@Playboy
Der Schatten auf dem e.V. war und ist die bereits bestehende GmbH. ...

da bin ich bei dir. ohne die bereits bestehende gmbh hätte es die ausgliederung mit hoher wahrscheinlichkeit nicht gegeben. wahrscheinlich hätte es noch nicht mal den versuch von seiten der vereinsführung gegeben (nicht vergessen dabei, dies war auch ein auftrag vom aufsichtsrat) und wenn doch, hätte wohl keiner der jetzt in der ag beteiligten mitglieder da mitgemacht und auch der 'allgemeine widerstand' wäre sicher erheblich größer gewesen.

terrier79 hat geschrieben:
@Playboy
... Vielleicht wäre eine Auflösung der SSG möglich gewesen und das Präsidium hat sich nur nicht "genug Mühe" gegeben. Das kann ich als Mitglied in letzter Konsequenz nicht beurteilen. ...

natürlich wäre eine auflösung (besser rückführung der ssg in den verein) möglich gewesen. der vorstand hat sich nicht nur nicht genug mühe gegeben diesen weg zu gehen, er gab sich gar keine mühe. von anfang an hatte man nur die ausgliederung im sinn. aber wie bereits mehrfach erklärt, der jetzt gegangene weg ist in der tat auch der wesentlich einfachere und, aus sicht der handelnden personen im verein, außerdem der vernünftigere und damit bessere weg. für diese sicht habe ich sogar volles verständnis, es sind schließlich alles leute aus der wirtschaft ...

terrier79 hat geschrieben:
@Playboy
... Die Ausgliederungsgegner hätten diesen Punkt aufnehmen und darlegen können, haben sie allerdings nicht gemacht. ...

doch, dann hast du es nur nicht mitbekommen. was mich wundert, wurde dies doch die letzten tage vorher auch hier lang und breit diskutiert. aber du hast indirekt doch recht, das öffentliche aufzeigen (nichtöffentlich wurde das natürlich schon viel länger diskutiert) der alternative erfolgte sicher auch viel zu spät. den vorwurf muss sich block u machen, die alternative wurde zu spät in die öffentliche diskussion gebracht. zu dem zeitpunkt hatten sich die meisten doch schon entschieden, dem alternativlos erscheinenden weg mitzugehen. und möglicherweise ging dieser schuss sogar richtig nach hinten los, wer weiß wieviel befürworter dadurch erst richtig motiviert wurden, zur mv zu gehen...

terrier79 hat geschrieben:
...Zu den Zwischentönen: Jeder der es gut mit dem Club meint, war am Sonntag emotional aufgeladen. Okay, der Eine oder Andere verfolgte lieber das Spiel in Rostock auf dem Smartphone. Durch die zu erwartenden, knappen Mehrheiten war der Spannungsbogen gespannt. Und ganz offen gesagt. Einige Verhaltensweisen der mutmaßlichen Gegner der Ausgliederung haben mir auch nicht gefallen. Null - Reaktionen bei dem Themen wie Ausbau des NLZ oder Förderverträge für junge Talente werfen bei mir auch Fragen auf. Kommen, reaktionslos dasitzen und in Fluchttempo (einige) die Messe verlassen, spricht auch nicht gerade dafür, dass man Dinge/Mehrheiten akzeptieren kann, wenn man mit seiner Position unterlegen ist.
Da können wir die "Jubelperser" und die "Bocker" auf eine Waage legen.

wie du die verhaltensweise der mutmaßlichen gegner interpretierst verwundert mich etwas. wer sich vorher mit der materie befasst hat, für den gab es doch nun nichts wirklich erhellendes mehr zu hören und deswegen gab es meiner meinung nach (hat mich letztlich aber auch überrascht) keinerlei wortmeldungen mehr. jeder wusste vorher was er will und man hat halt auf den moment der abstimmung gewartet, dafür war man ja schließlich da. für das zügige verlassen sollte man mmn verständnis haben und kann es nicht als bocken auslegen. es waren im übrigen bei weiten nicht alle, etliche haben hinter erst noch den vereinsverantwortlichen gratuliert und sind dann erst gegangen.
zu den 'jubelpersern', das bewerte ich auch nicht über. sicher waren die buhrufe komplett daneben, aber sie waren nichts gegen das, was ich befürchtet habe für den fall, dass es keine 75%ige mehrheit gibt.

Anton hat geschrieben:
.... Wahrscheinlich ist die Entscheidung konstruktiv in der Arbeitsgruppe mitzuwirken eine Fehlentscheidung gewesen, weil dadurch das eigene Wahllager geteilt wurde....

Bis Freitag.

ich persönlich würde es in einem ähnlich gelagerten fall (siehe oben) wohl trotzdem wieder so machen. ich sehe es auch nicht unbedingt so, dass das wahllager geteilt wurde aber du hast insofern recht, das letztlich natürlich die position der befürworter massiv gestärkt wurde. dafür haben wir jetzt aber immerhin ein für mich noch erträgliches ergebnis, ist doch auch was wert. wer weiß, villeicht hätte sich auch ohne das wirken dieser ag eine ausreichende mehrheit gefunden, wer weiß das schon ....
 
bis freitag.


 
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Re: 1.FC MAGDEBURG plant Ausgliederung der Profimannschaft

21.02.2017, 09:43

Die Ganze Dis(s)kussion artet allmälich aus.

Was ist denn eigentlich passiert?

Am Sonntag haben 2 Gruppen über eine weitere Ausrichtung des Vereins votiert. Der Vereinsspitze hat es geschafft die Mehrheit der Mitglieder auf ihre Seite zu ziehen. Wenn man an die letzten Wochen denkt, das Vorgeplänkel, Flyer und Gegendarstellungen, wenn ich um das Osnabrück-Spiel herum die Stimmung der Leute zu diesem Thema gesehen und gehört habe, muss ich feststellen, dass sich die Wenigstens wirklich mit den Inhalten der Neuausrichtung befasst haben.
Interessant waren bspw. die Halbzeit-Interviews zu diesem Thema. Während Vertreter der North Face-Fraktion irgendwas von "das wollmer hier nich" faselt, plappert ein Anderer irgendwas mit 300.000 € mehr im Jahr ins Mikro. Es ist offensichtlich, dass die beiden Lager lediglich der Meinung ihrer Häuptlinge folgen, statt sich selbst ne Platte zu machen. Man kann also schon sagen, dass letztendlich derjenige bei denen, die sich nicht selbst mit dem Thema befasst haben, das Rennen gemacht hat, der am besten und intensivsten die Werbetrommel gerührt hat. Das ist Wahlkampf, das ist Demokratie. Aufgrund der 75%-Hürde, würde ich sogar von einer Über-Demokratie reden, von einer überzeugenden Mehrheit.

Ich habe am Sonntag für die Ausgliederung gestimmt, ich habe mich aber auch im Vorfeld semi-intensiv mit der Thematik beschäftigt. Fußball-Vereine sind heutzutage Wirtschaftsunternehmen, die gewissen Grundregeln unterworfen sind. Die neue Struktur ermöglicht es, diesen Grundregeln einfacher zu folgen und ggf. weitere finanzielle Vorteile zu erschließe. Eine Ausgliederung steht dabei nicht zwangsweise mit einem Investoreneinstieg im Einklang. In einem solchen Fall würde ich klar für Nein Stimmen. Und dieses Stimmrecht haben wir uns auch trotz Änderung beibehalten. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die aktive Gegenarbeit von Block U uns dieses Stimmrecht und damit die weitere Einflussnahme erhalten hat. Ohne diese Gegenbewegung hätte es ein solches Entgegenkommen des Vereins vlt. gar nicht gegeben. 

Was bedeutet denn aber dieses Ergebnis für die Fanszene? Ich schätze Block U im hohen Maße. Was die ehemals kleine Truppe da innerhalb von 10 Jahren aufgebaut hat, wie sie es geschafft hat ein ganzen Stadion mitzureissen, nötigt mir höchsten Respekt ab. Ich glaube allein die Mitmachquote ist in Deutschland einmalig. Auch was man außerhalb der Spieltage an Veranstaltungen/Aktivitäten der Jungs mitbekommt, ist einmalig. Das schafft kein Streetworker, was dort auf die Beine gestellt wurde. 
Das gleiche gilt allerdings auch für die Truppe um Kallnik, Fechner und Co., die den Verein aus einem Loch herausgeholt haben und zu dem gemacht hat, was er heute ist. Wenn man sich auch hier zurück erinnert was in den letzten Jahren passiert ist, allein was Kommunikationsarbeit anbelangt, da liegen Welten zwischen dem, mit dem man sich noch vor wenigen Jahren rumschlagen musste. Da ist man deutlich professioneller geworden!
Block U / Nordtribüne und der Verein haben sich parallel zum positiven entwickelt, haben gemeinsam aus etwas Kleinem etwas ganz Großes geschaffen. 

Ich kann die Enttäuschung von Block U verstehen, da steckt viel Hingabe und Leidenschaft für unseren Verein mit drin. Die Angst, etwas von dem zu verlieren, wofür unser Herz schlägt, dem man Woche für Woche einen großen Teil seiner Zeit/seines Lebens widmet, ist Groß, auch bei mir. Unter einer anderen Vereinsführung hätte ich vlt. auch mit Nein gestimmt. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch ohne ein Mitgliedervotum unter der aktuellen Führung solche Szenarien wie ASAP nicht möglich wären, im Zweifelsfall haben wir Mitglieder das letzte Wort.

Und nun? Nach vorn! Gemeinsam! Nur der FCM!
Zuletzt geändert von FCMSRO am 21.02.2017, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.


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