von fans für fansvon Fans für Fans des 1.FC Magdeburg

 
Jenau
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Re: Ein wenig Politik

01.02.2017, 21:55

Nach dem Fred #3845, könnte da ma eener durchwischen, ooch wenns lustig war.  :crazy:
Nich dass noch eener was von Zensur faselt.
Achso Dete, finde ick jut, dass de Politik jemacht hast aber, ob de die richtig jemacht hast, müssen Andere beurteilen. Und nu überleech ma wie du Andere beurteilst, die andere Politik als du machen, viel Spaß dabei.  :lol:

Zum Schluss noch´n Tipp, vielleicht sucht der eene oder andre in seim Stadtbezirk mal den Tach mit Bürjersprechstunde. Termin in Kalender machen und uffschlagen, zuhörn, Meinnung bilden und vllt ne Frare stellen. Iss wie beim Fußball:
Zuschauen und meckern = bequem
Mitmachen und Streiten = Spaß und ein bissl Selbstwertgefühl


'Ihr könnt uns alles verbieten, uns aussperren oder was auch immer – brechen werdet ihr uns nie!'
 
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Sioux
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Re: Ein wenig Politik

01.02.2017, 22:12

Jenau hat geschrieben:
...

Jeil!


Mein erstes Spiel? Unbekannt! Mein erstes Spiel ohne erwachsene Begleitung 4. Juni 1983 (4:0 im Stadion der Weltjugend). Ich war elf ...
 
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Sioux
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Re: Ein wenig Politik

01.02.2017, 23:03

Ob meine Gedanken Politik meinen/beinhalten, darf jeder Leser gerne selbst beurteilen.

Als ich 17 war, kam die Wende. Die ersten Anschaffungen für "West-Mark" waren Schallplatten, komisches Obst (Kiwi) und ein Aufkleber für meinen Aktenkoffer (Schultasche). Der war damals noch nicht cool - nein, der hat "gefetzt". Nunmehr zog ich also mit dem Spruch los, "ich denke, also bin ich dagegen". Heute (ich bin 45: aufgerundet 50 *brrrr) belächele ich mich selbst. Ich bin mir nicht selbst böse, aber ich habe erkannt, dass es Blödsinn war. Jugendlicher und damit verständlicher Blödsinn, ABER Blödsinn. Zu meinen, dass man die Welt überblickt und sie besser macht, in dem man sich gegen irgendetwas wendet, ist BLÖDSINN.
Ich bin gegen: Ha__e, Dünamo, Frau Merkel, Trump, Gott, Faschismus, Techno, Arroganz, Fake-News ... und, und, und. Damit ist niemandem geholfen. Wie wäre es mit einem "ich bin für"?
Im Kontrast: Ich bin für den 1. FC Magdeburg, ich bin immer noch für den 1. FC Magdeburg, ich bin für Frau Wagenknecht, für Bernie Sanders, für bewiesene Fakten, für Weltoffenheit, für Rockmusik, für Toleranz, für Ehrlichkeit.
Dabei habe ich nicht einfach nur Gegenteiliges aufgeführt, sondern meine eigenen Emotionen.
Ich kann es nicht verstehen, A) Scheiße zu finden, und deshalb B) hinterher zu laufen.
Konkret: Tagesschau sagt mit Sicherheit nicht immer die (volle) Wahrheit. Deshalb tut es RT aber noch lange nicht. Frau Merkel hat Fehler gemacht, Frau Petry hat deshalb noch lange kein Recht, und Höcke schon gar nicht. Jens Härtel macht nicht alles richtig, deshalb würe uns der Trainer von Offenbach und Ha__e noch lange nicht helfen.
...
Es geht mir nicht darum, alles in einen Topf zu werfen. Es geht mir lediglich darum, die Welt eben nicht als binär zu erkennen. Etwas nicht genauso falsch zu machen, bedeutet nicht, es richtig zu machen. Unsere Politik nicht zu mögen, heißt nicht, den Populisten zu folgen. Wer kein Magdeburg-Fan ist, ist noch lange kein Ha__e-Fan, oder?

Zurück zum Einstieg - seid nicht gegen etwas, sondern seid FÜR etwas. Und Ihr solltet mindestens ein Argument MEHR für dieses Etwas finden, als gegen das andere etwas.

G A N Z     B A N A L: Liebe ist stärker als Hass. "Für" schlägt "gegen", Wissen schlägt Vermuten, der FCM schlägt den HFC!

Editiert, um ein PS hinzuzufügen

PS: Ich liebe meine Sprache. Die Super-Deutschen, welche keinen Plan von Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ (1., 2., 3. & 4. Fall) haben, sollten erst lernen und dann Angst haben. Womöglich gibt es dann gar keinen Grund für Angst mehr. Womöglich sind es nämlich häufig nur Minderwertigkeitskomplexe. ;-)
Stellt man in diesem Forum eine Statistik auf, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, je schlechter das Wissen um die eigene Sprache, desto größer der Hass auf das Fremde. Oder umgekehrt.

Schlaft mal drüber.
Zuletzt geändert von Sioux am 01.02.2017, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.


Mein erstes Spiel? Unbekannt! Mein erstes Spiel ohne erwachsene Begleitung 4. Juni 1983 (4:0 im Stadion der Weltjugend). Ich war elf ...
 
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Re: Ein wenig Politik

01.02.2017, 23:14

Sehr schöner Ansatz.  ;!


 
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joerk
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 01:55

Ick würde aber noch mal darauf hinweisen wollen, dass Detes damalige DSU der heutigen AFD entspricht.
Naziscum.


 
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 05:28

joerk hat geschrieben:
Ick würde aber noch mal darauf hinweisen wollen, dass Detes damalige DSU der heutigen AFD entspricht.
Naziscum.

... :mrgreen: Nun sehe ich wessen Geistes Kind Du bist :==


 
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 06:10

interessante Spielerei (meine die Gegenüberstellung) - über Inhalt lässt sich natürlich streiten

https://www.youtube.com/watch?v=RNDIdm6_0Kg


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cherubim
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 14:23

Das is jetzt nich dein Ernst?


 
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cherubim
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 15:19

Sioux hat geschrieben:
Ob meine Gedanken Politik meinen/beinhalten, darf jeder Leser gerne selbst beurteilen.

Als ich 17 war, kam die Wende. Die ersten Anschaffungen für "West-Mark" waren Schallplatten, komisches Obst (Kiwi) und ein Aufkleber für meinen Aktenkoffer (Schultasche). Der war damals noch nicht cool - nein, der hat "gefetzt". Nunmehr zog ich also mit dem Spruch los, "ich denke, also bin ich dagegen". Heute (ich bin 45: aufgerundet 50 *brrrr) belächele ich mich selbst. Ich bin mir nicht selbst böse, aber ich habe erkannt, dass es Blödsinn war. Jugendlicher und damit verständlicher Blödsinn, ABER Blödsinn. Zu meinen, dass man die Welt überblickt und sie besser macht, in dem man sich gegen irgendetwas wendet, ist BLÖDSINN.
Schlaft mal drüber.


Lol, ja da klingelts. Gehört zum Reifeprzess dacht ich mir dann auch.

Sioux hat geschrieben:
Ich bin gegen: Ha__e, Dünamo, Frau Merkel, Trump, Gott, Faschismus, Techno, Arroganz, Fake-News ... und, und, und. Damit ist niemandem geholfen. Wie wäre es mit einem "ich bin für"?


Enorm Wichtig. Sich vorkauen zu lassen, wen man so alles nicht mag, ändert genau Garnichts. Entscheidungen darauf basierend zu tätigen zeugt weder von Geschichtsverständnis, noch Kenntnisse über Wirkmechanismen. Die Peilung darauf zu setzen, wo man man hin will, was dazu gehört dorthin zu kommen, klärt ganz schnell den Nebel. Diesen Nebel zu durchdringen, bedarf Beschäftigung mit den Dingen die uns tatsächlich umgeben. Diese Tatsachen zeigen eigentlich schon auf, wofür man sich entscheiden sollte, um Besserung herbeizuführen. Dies wiederum führt zu einer entscheidenden Frage -> Warum? Warum sind die Dinge wie sie sind? Gibt es Antworten? Sind die zu finden? Was mache ich persönlich mit diesen Antworten? Welche Handlungen lassen sich dadurch für mich persönlich ableiten? Wofür sollte ich somit sein?

Sioux hat geschrieben:
Im Kontrast: Ich bin für den 1. FC Magdeburg, ich bin immer noch für den 1. FC Magdeburg, ich bin für Frau Wagenknecht, für Bernie Sanders, für bewiesene Fakten, für Weltoffenheit, für Rockmusik, für Toleranz, für Ehrlichkeit.


Bis auf Musik, die zweifelsfrei unstreitbar ist -> dacor. Kann mit Frau Wagenknecht viel anfangen, auch ihr Gatte sagt kluge Dinge. Was denkst du wohl, warum diese Stimmen nicht gehört werden? Warum muss Sie Interviews auf RT geben? Warum hat deiner Meinung nach die Linke, obwohl Sie, soweit ich das überblicken kann, sich dem Volk und dessen Interessen am Meisten zuwendet, so ein beschisssenes Standing?
Das Thema Sanders kann man so oder so betrachten. Der wurde ausgebootet, hat sich dann anschließend hinter die gestellt, die ihn ausgebootet hat...das muss ich persönlich nicht verstehen. Der Typ hätte es mit Trump aufnehmen können... egal ist Geschichte. Eine Jil Stein werden hier wohl die Wenigsten kennen, egal.

Sioux hat geschrieben:
Dabei habe ich nicht einfach nur Gegenteiliges aufgeführt, sondern meine eigenen Emotionen.
Ich kann es nicht verstehen, A) Scheiße zu finden, und deshalb B) hinterher zu laufen.
Konkret: Tagesschau sagt mit Sicherheit nicht immer die (volle) Wahrheit. Deshalb tut es RT aber noch lange nicht. Frau Merkel hat Fehler gemacht, Frau Petry hat deshalb noch lange kein Recht, und Höcke schon gar nicht. Jens Härtel macht nicht alles richtig, deshalb würe uns der Trainer von Offenbach und Ha__e noch lange nicht helfen.


Tja Emotionen, ja das ist so eine Sache. Wenn man in sich hineinhört und ergründet wo die herkommen und schaut, ob das wirklich aus einem kommt, oder vielleicht doch induziert wurde...das ist dann wirklich interessant :)
A) und B) find ich vollkommen richtig, wo ist C)? Du kennst die Antwort. Der Schritt ist genau der Richtige, weil es deiner ist.
"Konkret" versteh ich persönlich wieder nicht. Tagesschau liegt nicht immer richtig, deshalb liegt RT unrichtiger? Wer setzt solche Filter? Keine Zensur ist besser, als die die sich bereits unwiedersprochen und automatisiert im Kopf verankert hat. Man gleicht doch ab bei der Entscheidungsfindung über Sachverhalte, warum sollte es per se Präferenzen geben? Mir wäre es egal wer Logisches von sich gibt, oder Scheisse erzählt. Das Label sagt an dieser Stelle mMn überhaupt nichts über den Inhalt aus. Damit eins klar ist: es ist keinesfalls ein Plädoyer für oder gegen etwas, sondern grundsätzlich gemeint. Warum sollte ich mir Filter verpassen lassen, um meine Auswahl schon vorher einzuschränken... Aufwand verringern? Weil Andere mir sagten Die oder Die sind Das und Das? Ich würde mir eher ein noch breiteres Spektrum wünschen als das derzeit gebotene. Das hilft ungemein, Alternativlosgebrabbel durch Alternativen aufzudecken.

Das Menschen Fehler begehen ist nun mal so, kein Thema. Das unter Fehlern Menschen zu Schaden kommen, ist dann aber nicht gegessen mit "Da hab ich wohl einen Fehler gemacht."
"Du sollst nicht töten!" ist universell einsetzbar, übertragbar und ganz einfach zu verstehen und eigentlich peinlich, das im 21. Jahrhundert immernoch hervorheben zu müssen. Trainer und "Fehler", naja...Kaiser, Bartsch und wie sie alle hießen werden bis heute denken "Hätte ich die Zeit bekommen, dann wäre das hier durch die Decke gegangen." Die Leute mit Ihren vermeintlichen Fehlern haben jedoch nicht die Auswirkungen politischer Entscheidungen.

Sioux hat geschrieben:
...
Es geht mir nicht darum, alles in einen Topf zu werfen. Es geht mir lediglich darum, die Welt eben nicht als binär zu erkennen. Etwas nicht genauso falsch zu machen, bedeutet nicht, es richtig zu machen. Unsere Politik nicht zu mögen, heißt nicht, den Populisten zu folgen. Wer kein Magdeburg-Fan ist, ist noch lange kein Ha__e-Fan, oder?


Uneingeschränkt: JA!

Sioux hat geschrieben:
Zurück zum Einstieg - seid nicht gegen etwas, sondern seid FÜR etwas. Und Ihr solltet mindestens ein Argument MEHR für dieses Etwas finden, als gegen das andere etwas.

G A N Z     B A N A L: Liebe ist stärker als Hass. "Für" schlägt "gegen", Wissen schlägt Vermuten, der FCM schlägt den HFC!


Uneingeschränkt: JA!

Kleiner Zusatz, weil er dazu passt:
Wir hatten hier schon oft den vielzitierten Rahmen, indem sich Themen bewegten und das man sich gedanklich innerhalb diesem bewegt, vielleicht ergänzt dieser Vortrag und trägt ein wenig dazu bei, welche Muster verfolgt und angesprochen werden sollen, auch mit Hinblick auf neue Wrtschöpfungen, die bereits bestehende Begrifflichkeiten ersetzen sollen, nur um einen bestehenden Rahmen neu zu bespannen und zu besetzten, Stichwort: Fake News

https://www.youtube.com/watch?v=j98QBCuvOVg
Zuletzt geändert von cherubim am 02.02.2017, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.


 
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fischer
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 16:09

Wie bitte ? Die Linken wenden sich den Interessen des Volkes  zu ? Na dann fragt mal in Mäck-Pom, Berlin oder Thüringen das Volk. Da haben die Linken schon mal mitregiert.
Ganze Bildungsstrukturen wurden linken Götzen geopfert, auf Kosten und zu Lasten der Kinder. Die von Linken zusammen mit der SPD initierten Kreisgebietsreformen haben ( oder werden ) sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Thüringen wichtige bürgernahe Verwaltungsstrukturen zerstört. Und dabei sind in den Haushalten die Verwaltungskosten sogar noch angestiegen.
Mag sein, dass linke Politiker wie Wagenknecht und co in Talk-Shows Farbe bringen: praktische Politik können die nicht! Und erst recht nicht fürs Volk.


 
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meteora
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 17:18

Manche Leute haben aus den DDR Zeiten eben nicht gelernt. Damals waren wir froh über die Einheit, und das die Linken endlich der Vergangenheit angehören.
Aber, jeder soll seine Meinung haben.

EINMAL IMMER


 
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Mick Jagger
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 17:37

Es gab auch damals schon genügend Leute die vor einer zu schnellen Vereinigung gewarnt haben, da die Menschen im Ostteil Deutschlands dabei über den Tisch gezogen werden. Und so ist es ja auch zum großen Teil gekommen. Man Denke nur an das Verscherbeln des Volkseigentums durch die Treuhand, das Versprechen all der Politiker aus dem Westen im Wahlkampf zur Volkskammerwahl 1990 und was davon geblieben ist, die Einführung des Solidarzuschlages und die Lügen rund um denselben  usw. usf. Das war im Grunde genommen keine Vereinigung sondern eine feindliche Übernahme um ein Billiglohnland innerhalb der deutschen Grenzen zu schaffen.




Ich danke allen Beteiligten das ich nicht in Halle geboren wurde!
 
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cherubim
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 18:00

Mick Jagger hat geschrieben:
Es gab auch damals schon genügend Leute die vor einer zu schnellen Vereinigung gewarnt haben, da die Menschen im Ostteil Deutschlands dabei über den Tisch gezogen werden. Und so ist es ja auch zum großen Teil gekommen. Man Denke nur an das Verscherbeln des Volkseigentums durch die Treuhand, das Versprechen all der Politiker aus dem Westen im Wahlkampf zur Volkskammerwahl 1990 und was davon geblieben ist, die Einführung des Solidarzuschlages und die Lügen rund um denselben  usw. usf. Das war im Grunde genommen keine Vereinigung sondern eine feindliche Übernahme um ein Billiglohnland innerhalb der deutschen Grenzen zu schaffen.

So kann man es beschreiben. Fakten darüber sind genug zu finden. Abgewürgt durch "Meckerossi" und schon war der Fall erledigt.

fischer hat geschrieben:
Wie bitte ? Die Linken wenden sich den Interessen des Volkes  zu ? Na dann fragt mal in Mäck-Pom, Berlin oder Thüringen das Volk. Da haben die Linken schon mal mitregiert.
Ganze Bildungsstrukturen wurden linken Götzen geopfert, auf Kosten und zu Lasten der Kinder. Die von Linken zusammen mit der SPD initierten Kreisgebietsreformen haben ( oder werden ) sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Thüringen wichtige bürgernahe Verwaltungsstrukturen zerstört. Und dabei sind in den Haushalten die Verwaltungskosten sogar noch angestiegen.
Mag sein, dass linke Politiker wie Wagenknecht und co in Talk-Shows Farbe bringen: praktische Politik können die nicht! Und erst recht nicht fürs Volk.

Schon richtig verstanden. Kann es sein, das hier Bundes-und Landesebene durcheinander geraten sind? Auf Grundlage der Programme einzelner Parteien, findet sich keines, das das Volk derart einbezieht, bring deine Meinung wo dies deiner Meinung nach mehr beherzigt wird, bin ganz Ohr.
Das nach der Wahl letzten Endes passiert was passiert, darin gebe ich dir Recht und dies hat nicht zuletzt auch dazu geführt, weshalb ich den Kram einfach nicht mehr mit verantworten kann und will. Wie jedoch schon von Sioux beschrieben, wäre es so langsam auch mal an der Zeit, nach Lösungen, bzw. Lösungsansätzen zu suchen. Es soll noch Leute geben, die meinen über eine Wahl Mitbestimmung erzielen zu können, unter dem Gesichspunkt sehe ich es so wie beschrieben. Wie erwähnt, bin gespannt was du denkst.
meteora hat geschrieben:
Manche Leute haben aus den DDR Zeiten eben nicht gelernt. Damals waren wir froh über die Einheit, und das die Linken endlich der Vergangenheit angehören.
Aber, jeder soll seine Meinung haben.

EINMAL IMMER

Mh, was genau soll man nochmal gelernt haben? Das Macht in Händen einiger zu Unrecht führt? War das neu? Wird's auf keinen Fall nochmal so kommen, weil das Grundübel soziale Ansätze sind? Versteh den Quervergleich nicht, bring mal Licht ins Dunkel. Ansonsten würde mich interessieren, was du denkst, wofür die Leute auf der Straße gewesen sind.


 
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Sioux
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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 18:26

cherubim hat geschrieben:
"Konkret" versteh ich persönlich wieder nicht. Tagesschau liegt nicht immer richtig, deshalb liegt RT unrichtiger?

Huih, habe meinen Post sicherheitshalber nochmal durchgelesen, aber nicht gefunden, dass ich das behauptet habe. Ich habe geschrieben/gemeint, dass RT nicht automatisch Recht hat, nur weil die Tageschau es eben nicht hat.


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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 19:19

cherubim hat geschrieben:
Das is jetzt nich dein Ernst?

Wieso nicht? Das Lied ist immer aktuell. Natürlich ist der Vergleich im Video völlig überzogen.


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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 22:43

meteora hat geschrieben:
Manche Leute haben aus den DDR Zeiten eben nicht gelernt. Damals waren wir froh über die Einheit, und das die Linken endlich der Vergangenheit angehören.
Aber, jeder soll seine Meinung haben.

EINMAL IMMER

Ich kann diesen ersten Satz einfach nicht mehr ertragen. Ich z.B. war heil froh, die Verbrecher der DDR los zu sein. Aber ich wollte doch nicht vom Regen in die Traufe. Und warum wird suggeriert, man hätte nichts gelernt, weil man gegen die heutigen Ungerechtigkeiten ist?
Eine bessere politische Ausbildung hätte ich gar nicht bekommen können, danke DDR und BRD. Nun weiß ich schon zwei mal wie es nicht geht.


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Re: Ein wenig Politik

02.02.2017, 23:19

@Sioux, guter Beitrag. Ich wünschte es würde mehr davon geben.
Mit gut meine ich auch, dass du recht ausführlich schreibst was du denkst und wünschst.
Einiges sehe ich wie du, einiges mache ich anders. Nicht nur immer zu meckern, sondern auch mal die guten Dinge zu sehen und zu würdigen ist wahr und richtig. Wenn aber Menschen unverschuldet leiden müssen, dann treten für mich andere Dinge in den Hintergrund. Dann möchte ich wissen warum, wieso, weshalb. Und dann geht das Theater auch schon los. Niemand will Verantwortung übernehmen, anstatt aus Fehlern zu lernen werden sie geleugnet, die Schere geht weiter auseinander, die Welt wird immer verrückter.
Da ist es gut auch mal was Entspanntes zu machen, stimmt!


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cherubim
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 01:50

Sioux hat geschrieben:
cherubim hat geschrieben:
"Konkret" versteh ich persönlich wieder nicht. Tagesschau liegt nicht immer richtig, deshalb liegt RT unrichtiger?

Huih, habe meinen Post sicherheitshalber nochmal durchgelesen, aber nicht gefunden, dass ich das behauptet habe. Ich habe geschrieben/gemeint, dass RT nicht automatisch Recht hat, nur weil die Tageschau es eben nicht hat.

Ah, ok. Verstanden :)


 
Jörn
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 09:08

Mick Jagger hat geschrieben:
Es gab auch damals schon genügend Leute die vor einer zu schnellen Vereinigung gewarnt haben, da die Menschen im Ostteil Deutschlands dabei über den Tisch gezogen werden. Und so ist es ja auch zum großen Teil gekommen. Man Denke nur an das Verscherbeln des Volkseigentums durch die Treuhand, das Versprechen all der Politiker aus dem Westen im Wahlkampf zur Volkskammerwahl 1990 und was davon geblieben ist, die Einführung des Solidarzuschlages und die Lügen rund um denselben  usw. usf. Das war im Grunde genommen keine Vereinigung sondern eine feindliche Übernahme um ein Billiglohnland innerhalb der deutschen Grenzen zu schaffen.

und nach wie vor bin ich der Meinung, dass die leute, die vor einer schnellen Vereinigung gewarnt haben, aber sowas von auf dem Holzweg waren. man muss ja nur mal gucken, wo die länder stehen, die mit der DDR halbwegs auf Augenhöhe gestartet sind, die Polen, CSSR, Ungarn. klar, das sind nicht unbedingt dritte weltländer und einen gewissen Wohlstand und Aufschwung, erst recht seit den EU Beitritten gibt es auch dort, aber hinter Ostdeutschland sind sie dennoch Lichtjahre zurück.


 
bluesky
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 09:56

Jepp, wir haben nicht nur Pech gehabt im Vergleich zu unserern Bruderstaaten. Dass es keine Vereinigung auf Augenhöhe war ist unbestritten. Aber insgesamt betrachtet sind wir relativ weich gefallen.


 
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 18:21

Jörn hat geschrieben:
Mick Jagger hat geschrieben:
Es gab auch damals schon genügend Leute die vor einer zu schnellen Vereinigung gewarnt haben, da die Menschen im Ostteil Deutschlands dabei über den Tisch gezogen werden. Und so ist es ja auch zum großen Teil gekommen. Man Denke nur an das Verscherbeln des Volkseigentums durch die Treuhand, das Versprechen all der Politiker aus dem Westen im Wahlkampf zur Volkskammerwahl 1990 und was davon geblieben ist, die Einführung des Solidarzuschlages und die Lügen rund um denselben  usw. usf. Das war im Grunde genommen keine Vereinigung sondern eine feindliche Übernahme um ein Billiglohnland innerhalb der deutschen Grenzen zu schaffen.

und nach wie vor bin ich der Meinung, dass die leute, die vor einer schnellen Vereinigung gewarnt haben, aber sowas von auf dem Holzweg waren. man muss ja nur mal gucken, wo die länder stehen, die mit der DDR halbwegs auf Augenhöhe gestartet sind, die Polen, CSSR, Ungarn. klar, das sind nicht unbedingt dritte weltländer und einen gewissen Wohlstand und Aufschwung, erst recht seit den EU Beitritten gibt es auch dort, aber hinter Ostdeutschland sind sie dennoch Lichtjahre zurück.

Puh, ich dachte schon, du redest von den USA. ;)
Ansonsten würde ich nicht von Lichtjahren reden wollen. Nicht gestern und nicht heute.
Ich schreibe mal von "gestern", für die Jüngeren unter euch:
Natürlich gab es schon immer Unterschiede. Habe Ende 1987 bis Anfang 90 in der Tschechoslowakei gearbeitet. Die oftmals einfache Lebensweise habe ich gemocht, die Leute waren freundlich und hilfsbereit. Natürlich fehlte es auch bei ihnen an allen Ecken und Kanten, manchmal auch mehr wie in der DDR. Aber Lichtjahre waren das nicht. Gab immer gute Schallplatten, in Olomouc gab es einen hervorragenden Buchladen mit Büchern an die ich sonst nie ran gekommen wäre (z.B. Herr der Ringe), Apfelsinen und Bananen !, immer frisches Bier aus irgendeiner hauseigenen Brauerei und verhungern musste auch niemand. Politisch waren sie uns DDR- Bürgern um Längen voraus und die Mädels... ach was solls, ich drifte ab.
In Polen war ich in den Siebzigern mehrmals. Auch wenn es da schon etwas "unsortierter" aussah und sie uns das Dritte Reich nicht verzeihen wollten, lebten sie nicht hinterm Mond!! Zumindest damals legten sie keinen großen Wert auf die Ausstattung z.B. ihrer Wohnung. Dafür waren sie sehr modisch, Abens wurde ausgegangen, na und politisch waren sie bereits im Siebten Himmel, wo der ostdeutsche Michel vor lauter Bücklingen die Sonne immer noch nicht sehen konnte. Wer jetzt zufällig politische Vergleiche zur Neuzeit findet, darf sie gern behalten.
Ungarn, wart ihr mal in Ungarn? Ich war 1980 und 1984 dort. Westlicher ging es kaum noch. Von Pepsi bis Westauto, vom Hiltonhotel in Budapest bis zum Baden, Wein und Klamottenmarkt am Balaton, vieles war vom Feinsten. Das da jemand gehungert hat, wäre mir neu.
Wart ihr mal in der UdSSR? Ich schon, 1982 war's wohl. Kiew und dann "runter" in den Kaukasus zum Bergsteigen. Da habe ich, für meine Verhältnisse; Menschen getroffen, die arm waren und sehr einfach lebten. Ich würde aber nicht sagen wollen, dass diese Menschen deshalb was verpasst haben.
Ach ja und dann war ich im Sommer '87 in Bulgarien arbeiten und "musste" lernen, dass: " Die Arbeit ist kein Hase, die läuft uns nicht weg" es Wichtigeres gibt wie Wachstum, Wachstum, Wachstum... Eine tolle Zeit in Burgas. An den Wochenenden, die Familien mit Kind und Kegel raus zum Flanieren, überall wurde gegrillt, Musik gemacht und getanzt. Ob sie dafür heute auch noch Zeit und Geld haben? Also ich weiß nicht, Lichtjahre hätte anders aussehen müssen.
Ach und dann Rumänien, die Karpaten hatte 1979 gerufen, die Bären und die Wölfe... Natürlich sind dort viele Menschen arm gewesen, auch mein Mitgefühl konnte ich spüren. Ja da kamen schon mehrere Jahrzehnte Unterschiede zur ddr zusammen. Unglücklicher wie wir waren sie aber nicht! Das war ein Trost.

Schade nur, dass wir im Osten die falschen Politiker hatten. Hätte, wenn und aber nützen jetzt nichts mehr. Für mich hat nicht der Sozialismus versagt, denn es gab ihn nicht- leider.
So Ende mit "Damals war's", sonst könnte es mal wieder später werden... 8-)
Zuletzt geändert von MD-Reiner am 03.02.2017, 20:32, insgesamt 2-mal geändert.


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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 18:39

Du hast Albanien in deinem Märchen vergessen.


Der Magdeburger Weg
 
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 18:45

alfatier hat geschrieben:
Du hast Albanien in deinem Märchen vergessen.

Albanien war ich nie.
Warum Märchen? Was hast du für Erfahrungen? Schreib mal, bin gespannt wie ein Flitzebogen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man in anderen Ländern arbeitet und lebt oder privat reist, kommt man viel besser an die Leute "ran". Das ist ein großer Unterschied zu Urlaub mir all incl. von heute, oder damals mit dem Reisebüro der ddr.
Viele Menschen heute denken ja, Armut bedeutet Unzufriedenheit. Weit gefehlt, ist da meine Erfahrung.
Also Kaukasus ging Damals nur über das Reisebüro und den DTSB (Klettern), aber einmal dort, wurde sich ständig unerlaubt entfernt. Wurde zwar nicht gerne gesehen, aber ich hörte manchmal so schlecht... :mrgreen:
Zuletzt geändert von MD-Reiner am 03.02.2017, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 18:54

Grillen und tanzen. Ja ne. War doch dufte damals. Was die doofen Leute nur hatten?

Ich könnte jetzt raten als was du damals unterwegs warst aber dann wirds hässlich. Schönen Abend noch.


Der Magdeburger Weg
 
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fischer
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 18:55

Die Ostblockländer hatten natürlich alle ihre Touri-Zentren und Devisensammelstellen. Ob Prag, Krakow, Budapest und Balaton, Varna oder Leningrad und Krim; sobald man ein paar km ins Umland gereist ist, stand man oft im blanken Elend und Deutsche waren selten wirklich willkommen. Bin in den 70ern viel rumgekommen und hab mich immer auf Zuhause gefreut.


 
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 19:05

alfatier hat geschrieben:
Grillen und tanzen. Ja ne. War doch dufte damals. Was die doofen Leute nur hatten?

Ich könnte jetzt raten als was du damals unterwegs warst aber dann wirds hässlich. Schönen Abend noch.

Ich helfe dir, damit du ruhig schlafen kannst.
Habe beim SKET gearbeitet, Außenstelle Spezialmontagen Weimar. War in Tschechland und Bulgarien, weil SKET da Pressen für Ölsaaten hingeliefert hatte. Und nein, ich war kein NSW- Kader, wurde abgelehnt. Und nein, ich war nicht in der Partei. Und ja ich habe eine Akte bei der Stasi, aber nicht weil ich da gearbeitet habe (die gabs extra!), sondern weil die Jungs ein Problem mit mir hatten. Durfte deshalb auch mal in Pirna gesiebte Luft atmen. Du solltest nicht vorschnell urteilen. Das machen schon Andere, an viel wichtigeren Positionen, täglich. Das reicht gewöhnlich für viel Unheil.

Nachtrag: Keiner in unserer Familie war in der Partei. Ich glaube mein Vater hätte mir den Arsch versohlt, hätte ich über so was nur laut nachgedacht. Musste er aber auch keine Angst haben :mrgreen:
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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 19:08

fischer hat geschrieben:
Die Ostblockländer hatten natürlich alle ihre Touri-Zentren und Devisensammelstellen. Ob Prag, Krakow, Budapest und Balaton, Varna oder Leningrad und Krim; sobald man ein paar km ins Umland gereist ist, stand man oft im blanken Elend und Deutsche waren selten wirklich willkommen. Bin in den 70ern viel rumgekommen und hab mich immer auf Zuhause gefreut.

Ich habe nach der Wende z.B. China, Ägypten und der Türkei gearbeitet. Da gab es viele Bauleiter die waren froh, wenn sie wieder nach Hause konnten, andere sind erst gar nicht gefahren. Ich konnte diese Leute nicht verstehen. Und ja, ich habe da viel Armut gesehen, aber unabhängig einer bestimmten Gesellschaftsordnung. Ach ja, in Ägypten hätte sie mich fast gelüncht, aber auch diese Story muss hier nicht sein. Aber ich habe auch immer glückliche Menschen gesehen. Um so weniger Gier, um so glücklicher erschienen sie mir. :shock:
Also was willst du uns sagen?
Auf zu Hause habe ich mich übrings auch immer gefreut, egal wo ich her kam. Das lag aber nicht an der jeweiligen Baustelle oder dem Land.
Zuletzt geändert von MD-Reiner am 03.02.2017, 20:06, insgesamt 3-mal geändert.


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Re: Ein wenig Politik

03.02.2017, 19:43

alfatier hat geschrieben:
Grillen und tanzen. Ja ne. War doch dufte damals. Was die doofen Leute nur hatten?

Ich könnte jetzt raten als was du damals unterwegs warst aber dann wirds hässlich. Schönen Abend noch.

Was war denn sonst so in deinem Tee?
Was hast du denn zu Ossizeiten so getrieben?
Also ich war zur Disco, um den Mädchen ein bisschen auf den Zahn zu fühlen, hatte einen Parka aus dem Westen, war zum Zwiebelmarkt in Weimar (wegen der Musik und den Typen mit den laaaangen Haaren), ich war zu Kirchentreffen (als Nichtgläubiger und Nichtgetaufter) auf dem Petersberg und in Potzdam (weil das allemal besser war als Treffen im FDJ- Hemd) und auch sonst hatte ich eine unbeschwerte Jugend mit viel Vermuth aus Gotha oder Tischwein, wenn es den denn mal gab. Wäre da nicht die Grenze gewesen, es hätte richtig gut sein können. Also Tanzen und Grillen (am Plattensee in Gommern- was für Partys!!!) konnte ich auch in diesem Staat sehr gut. Die Freiheit habe ich mir genommen. Die langen Haare, die Latzhose und ein selbstgefärbtes Hemd (oder das Fleischerhemd) waren Ausdruck meiner Denke- damals. Natürlich änderte sich das, denn man eckte immer mehr an, aber anecken und Party ging ganz gut- bei mir.
Zurück zu Bulgarien: Für mich war damals neu, dass Kinder im Vorschulalter Abens nach 20 Uhr (bei angenehmen Temperaturen), zusammen mit ihren Eltern und Freunden auf die Straße gingen, nur einfach so zum Flanieren, spielen, am Strand grillen usw. Soetwas (unbeschwertes) kannte ich bis dato nicht. Warum sollten unterdrückte Menschen nicht auch mal abschalten. Verstehen muss ich deinen Beitrag nicht, oder? Immerhin ging es um Lichtjahre und nicht nur um Politik.


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Sioux
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Re: Ein wenig Politik

04.02.2017, 16:58

Ohne zu zitieren oder Namen zu nennen - die Diskussion hier bleibt binär!

Den Beitritt '90 doof zu finden, heißt nicht, die (schnelle) Einheit abgelehnt zu haben. Da liegen Welten zwischen. Bsp. gefällig? Dass unser Bildungssystem - ääääh - nicht das beste ist, führte dazu, dass man sich mit den Skandinaviern über deren erfolgreichere Systeme austauscht. Blöd nur, dass die Skandinavier in den Jahren vor der Wende sich mit dem blöden DDR-Schulsystem ausgetauscht haben, um ihr System umzustellen ... Das ist nur ein Beispiel.

Durch den BEITRITT aber, haben wir alles weggeworfen, darunter wömöglich auch gute Dinge. Darum geht es.

Ich für meinen Teil behaupte übrigens, in meinen 19 Jahren DDR KEINEN SOZIALISMUS kennengelernt/erlebt zu haben. Dafür bin ich den Idioten, die uns belogen haben, noch heute böse. Sie haben das Thema einer gerechten Gesellschaftsordnung auf viele Jahrezehnte als nicht vermittelbar hinterlassen. Vielen Dank auch.


Mein erstes Spiel? Unbekannt! Mein erstes Spiel ohne erwachsene Begleitung 4. Juni 1983 (4:0 im Stadion der Weltjugend). Ich war elf ...
 
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garfield74
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Re: Ein wenig Politik

04.02.2017, 21:48

Ein weises Wort vom Indianer  :clap:


Empfang der EC- Helden auf dem Alten Markt, ich war dabei!

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